Telekom Baskets reisen nach Ludwigsburg

Ruhe bewahren und Rebounds holen : Telekom Baskets reisen nach Ludwigsburg

Nach dem Last-Minute-Heimsieg der Telekom Baskets gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt herrschte am Mittwoch im Telekom Dome pure Freude. Jetzt geht es nach Ludwigsburg.

Das 77:76 im Saisonauftaktspiel in der Basketball-Bundesliga sorgte für viel Begeisterung bei den Bonner Fans. Die neuformierte Mannschaft des neuen Trainers Thomas Päch bog im letzten Viertel das Spiel noch um, obwohl die Hessen lange wie die sicheren Sieger aussahen. "Das war ein bewegendes Erlebnis für uns alle. Die Halle war fast ausverkauft und die Fans haben uns großartig unterstützt. Wir wollen den Schwung aus der zweiten Halbzeit nun mit nach Ludwigsburg mitnehmen", sagt Päch.

Dort spielen die Bonner am Samstagabend gegen die MHP Riesen Ludwigsburg, die ihr Auftaktspiel beim Mitteldeutschen BC in Weißenfels mit 89:87 gewannen. Päch weiß natürlich, dass eine Vorstellung wie in der ersten Halbzeit gegen Frankfurt nicht noch einmal passieren darf. "Ludwigsburg ist ein sehr unangenehmer Gegner, der eine knallharte Defense spielt und vor allem im Rebound stark ist. Da müssen wir von Beginn an gegenhalten", sagt der 37-Jährige.

Da trifft es sich gut, dass Center Martin Breunig am Freitagmittag mit im Teambus Richtung Baden-Württemberg saß. In Spiel eins gegen Frankfurt hatte der 2,03 Meter große Center aufgrund einer Erkältung passen müssen. Somit kam Bonns US-Amerikaner Stephen Zimmerman trotz Trainingsrückstands verstärkt zum Einsatz. Der 2,13 Meter große Center ist vor Kurzem Vater geworden, flog deshalb in seine Heimat zurück und fehlte in der entscheidenden Phase der Saisonvorbereitung.

Keine zweite Chance für die Gastgeber

Gegen Frankfurt konnte er seinen Gegenspieler Leon Kratzer kaum halten. Kratzer, der Sohn des ehemaligen Nationalspielers Marc Suhr, nutzte seine Freiräume für 20 Punkte und elf Rebounds. Er konnte aber nicht verhindern, dass Baskets-Scharfschütze Ben Simons eiskalt zehn Sekunden vor Ende den "Sieg-Dreier" versenkte. "Nach der Pause hat jeder Spieler mehr Verantwortung übernommen und wir haben uns den Sieg erkämpft. Dass Branden Frazier am Ende das Heft in die Hand genommen hat, war nicht abgesprochen, sondern hat sich ergeben", erklärt Coach Päch.

Gegen Ludwigsburg müsse das Team zwei Dinge ganz besonders beachten: "Erstens müssen wir Ruhe bewahren. Zweitens müssen wir die Rebounds holen." Ludwigsburg soll keine zweiten Chancen bekommen. Denn die Schwaben haben gute Neuzugänge für sich gewinnen können. Unter anderem den 1,98 Meter großen Nick Weiler-Babb. Der 23 Jahre alte Texaner, der in Ludwigsburg nach vier Jahren am College seine Profikarriere startet, glänzte beim Duell gegen den MBC mit 24 Punkten, sieben Rebounds und acht Assists. Ihn gilt es ebenso in Schach zu halten wie Allrounder Jaleen Smith und den 1,93 Meter großen Guard Khadeen Carrington.

Center Martin Breunig wird sicherlich besonders motiviert sein. Nach seiner erfolgreichen Universitätszeit in den USA unterschrieb der gebürtige Leverkusener 2016 einen Zweijahresvertrag als Profi in Ludwigsburg. Der Vertrag wurde aber schon nach einem Jahr aufgelöst - weshalb sich Breunig den Baskets anschloss.

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