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Chance aufs Weiterkommen in der Champions League: Telekom Baskets gewinnen 72:58 gegen Zielona Gora

Chance aufs Weiterkommen in der Champions League : Telekom Baskets gewinnen 72:58 gegen Zielona Gora

Die Telekom Baskets haben im Telekom Dome im Spiel gegen Stelmet Zielona Gora gewonnen. Der Heimsieg wahrt die Chance auf ein Weiterkommen in der Champions League.

Mit einer starken Vorstellung haben die Telekom Baskets Bonn ihre Chancen auf das Überleben in der Champions League gewahrt. Der Basketball-Bundesligist besiegte am Dienstagabend Stelmet Zielona Gora mit 72:58 (11:14, 23:17, 22:17, 16:10) und überholte den polnischen Meister in der Tabelle der Gruppe D. Es war vor allem der Verdienst einer bärenstarken Verteidigung, dass der Gegner entnervt die Heimreise antrat und die Baskets ihrem Publikum in bester Laune und mit einem Riesentransparent Frohe Weihnachten wünschen durften.

„Das war ein sehr wichtiger Sieg für uns, der uns in der Gruppe alle Chancen lässt. Wir haben defensiv ein richtig gutes Spiel gemacht. Nur 58 Punkte zuzulassen ist dafür der beste Beweis“, sagte Baskets-Coach Predrag Krunic sichtlich erfreut. Die ersten vier Mannschaften erreichen die Playoffs. Spieler Tomislav Zubcic hielt es für entscheidend, „dass wir uns von Anfang bis Ende ans unseren Gameplan gehalten haben“.

Ein guter Start ist in der Regel wichtig, um gleich ins Spiel zu finden und einen guten Rhythmus zu entwickeln. So gesehen machten die Baskets zunächst alles richtig. Sie führten schnell mit 6:0, nachdem Julian Gamble, Yorman Polas Bartolo und TJ DiLeo getroffen hatten, ihr Team in der Verteidigung gleich hellwach war und die Versuche des Gegners vereitelte. Dennoch wollte sich im Bonner Offensivspiel eben nicht der richtige Rhythmus entwickeln. Im Gegenteil. Es folgte eine Phase mit Fehlversuchen in Serie, und das war nicht unbedingt das Verdienst von Zielonas Verteidigung, sondern vielmehr der Bonner Nervosität. Verständlich, denn es ging um viel für beide Mannschaften. Der Verlierer würde den Zug in Richtung nächste Runde verpassen.

Der polnische Meister nutzte die Flaute im Basketsspiel, um die Partie nach einem 8:11-Rückstand mit einem 10:0-Lauf zur 18:11-Führung zu drehen. Doch auch die Polen verwandelten einige Würfe nicht. Und allmählich schraubten die Hausherren ihre Trefferquote von zunächst unter 30 Prozent allmählich nach oben. Die 3460 Zuschauer im Telekom Dome schienen beim 16:20 noch ein wenig ernüchtert, bevor Tomislav Zubcic sie mit einem mächtigen Dunking so richtig wachrüttelte.

Zwischenzeitliche Aufholjagd der Polen

Als DiLeo einen der vier Bonner Dreier vor der Pause zum 26:27-Anschluss im Korb versenkte, setzten die Baskets zu einem Lauf an, der sie bis in die zweite Halbzeit tragen sollte. Hauptperson: Julian Gamble. Der Center hatte vor der Pause bereits acht Punkte auf dem Konto, machte da nahtlos weiter und stand bei der 39:31-Führung seines Teams in der 23. Minute bereits bei 15 Zählern. Am Ende avancierte er mit 22 Punkten zum Topscorer der Partie.

Zielona reagierte, verteidigte aggressiver und holte auf – bis zum 44:43 (26.). Vor allem Center Vladimir Dragicevic machte den Baskets Probleme. Wie so oft aber zeigte Bartolo, wie es besser geht. Der Deutsch-Kubaner biss sich in der Verteidigung an seinen Gegenspielern fest und zeigte auch entschlossene Korbaktionen. Mit vier Punkten in Folge stellte er das Ergebnis auf 48:43. Und als Gamble mit einem Urschrei zum 50:43 abschloss, markierte das akustisch die eindrucksvolle Antwort auf die zwischenzeitliche Aufholjagd der Polen. Mit 56:48 für die Baskets ging es ins letzte Viertel.

Die Gastgeber verteidigten weiter aggressiv, profitierten davon aber im Angriff noch nicht so wie gewünscht – bis DiLeo die Führung mit zwei starken Aktionen auf 61:50 (33.) erhöhte.

Klar war jedoch: Diese sehr strukturiert spielende und individuell gut besetzte polnische Mannschaft war noch nicht geschlagen. Eine Serie von Offensivrebounds machte das prompt deutlich. Doch auch die Bonner Abwehr ließ nicht nach.

Als Gamble einen krachenden Dunking nach schöner Vorarbeit von Bartolo zum 63:54 vollstreckte, riss es die Fans von den Sitzen. Und weil Josh Mayo mit einem Dreier zum 66:54 (38.) nachlegte, blieben sie auch erst einmal stehen. Jetzt war auch klar, dass ihre Mannschaft nach der 69:73-Niederlage im Hinspiel den direkten Vergleich mit Zielona gewinnen würde. Der könnte noch eine große Rolle spielen.