Basketball-Bundesliga: Telekom Baskets Bonn unterliegen Vechta mit 83:95

Basketball-Bundesliga : Telekom Baskets Bonn unterliegen Vechta mit 83:95

Die Telekom Baskets Bonn haben am Samstagabend mit 83:95 gegen Vechta verloren. Dabei hatte das Team in der letzten Spielminute sogar noch die Möglichkeit, einen Sieg einzufahren.

Zu nervös in der Crunchtime, zu viele Ballverluste und zu wenig Zugriff auf die Distanz-Scharfschützen von RASTA Vechta: Die Telekom Baskets Bonn haben ihr viertes Spiel in der Basketballbundesliga mit 83:95 (18:16, 21:30, 27:24, 17:25) verloren. Während die Niedersachsen den dritten Sieg im sechsten Saisonspiel ergatterten, hat Bonn in seinen vier BBL-Spielen bislang nur einen Sieg verbuchen können.

„Ich weiß selbst nicht, was in der letzten Minute passiert ist. Wir hatten beim 83:84 reale Chancen auf den Sieg und haben dann die Bälle einfach weggeworfen. So kann man gegen Teams wie Vechta am Ende nicht gewinnen. Wir hatten Phasen in den wir gut waren, aber wir müssen dahin kommen, konstanter zu spielen“, resümierte Baskets-Spieler Benjamin Lischka.

Im ersten Viertel spielten beide Teams verstärkt über die Körbe, so dass es sehenswerte Luftduelle in den ersten zehn Minuten gab. Da hatten die Bonner mit einer hautengen Defense auch die Scharfschützengarde der Gastgeber gut im Griff und führten verdient mit 18:16.

Doch im zweiten Viertel drehten sich die Kräfteverhältnisse. Die Baskets starteten dort zwar furios, als Ben Simons per Dreier traf, Branden Frazier aus der Distanz nachlegte und Simons erneut per Dreier zum 27:19 punktete. Vechtas Coach Pedro Calles nahm aber eine Auszeit und unterbrach damit den guten Rhythmus der Baskets.

Vechta gelang ein 9:0-Lauf, so dass Bonns Trainer Thomas Päch eine Auszeit nahm. „Wir müssen offensiv schneller spielen und besser verteidigen“, mahnte Päch an. Doch seine Spieler hatten in der Folgezeit weiter Probleme. Bestes Beispiel war der Small Guard Sergi Garcia. Der 1,93 Meter große Spanier wurde zweimal nicht eng genug gedeckt und bestrafte die Bonner sofort mit zwei Dreiern.

Seine Teamkollegen machten es ihm nach, so dass Rasta Vechta stolze sechs Dreier im zweiten Viertel einstreute und dort insgesamt 30 Punkte erzielte. Insgesamt waren es 14 Dreier an diesem Abend, die Vechta traf. Mit einem 39:46-Rückstand starteten die Baskets gegen die RASTA-Männer.

Die Telekom Baskets hatten sich für das dritte Viertel viel vorgenommen, mussten aber sofort weitere Nackenschläge verkraften. Nach 24 Minuten lagen die Gastgeber mit 57:47 vorne, während die Rheinländer zu viele Bälle herschenkten. Bis dahin hatten die Bonner bereits zwölf Ballverluste produziert. Es musste etwa passieren im Spiel der Baskets.

Die Gäste verteidigten in den Folgeminuten aufmerksamer, spielten über die Körbe. Als Benjamin Lischka sich mit einem Korbleger zum 55:59 durchtankte, unterbrach Headcoach Calles erneut die Partie. Doch der Trainer von Vechta musste in der 27. Minute mitansehen, wie Benjamin Lischka trotz Foul einen Dreier versenkte, den Bonusfreiwurf einnetzte und wenig später einen Freiwurf zum 59:59 traf. Lischka hatte beinahe im Alleingang seine Magenta-Truppe wieder herangebracht. Hochspannend ging es zu, wobei Vechta zwei weitere Dreier traf und Bonn mit einem 66:70-Rückstand ins letzte Viertel startete. Max DiLeo, der Bruder von TJ DiLeo sorgte mit einem Dreier für das 73:66 (31.).

Bonn kämpfte sich heran, doch Trevis Simpson schenkte zwei weitere Distanzwürfe zum 81:74 ein. Vechta feuerte einen Dreier nach dem anderen ab, nahm in Kauf, dass Fehlwürfe dabei waren. Bonn blieben noch viereinhalb Minuten, um eine Auswärtsniederlage abzuwenden.

Die Baskets bissen auf die Zähne. Joshi Saibou wurde unsportlich gefoult, traf beide Freiwürfe. Bonn blieb in Ballbesitz und Ben Simons traf aus der Ferne zum 81:81, bevor Simpson einen weiteren Dreier für Vechta zum 84:81 versenkte. Martin Breunig gelang das 83:84. Noch 70 Sekunden waren zu spielen. Jetzt wurde es hektisch. Vechta lag nach Freiwürfen von Ishmail Wainright.86:83 vorne. Bonn war in Ballbesitz, doch der Pass von Branden Frazier in Korbnähe war viel zu risikoreich und leichte Beute für Ishmail Wainright.

Anschließend wollte Bonn überhaupt nichts mehr gelingen. Den RASTA-Männnern gelang in der Crunchtime sogar ein 11:0-Lauf, der für Kopfschütteln bei den mitgereisten Baskets-Fans sorgte.

Telekom Baskets: Sainou (8 Punkte), McKinney-Jones (11/2 Dreier), subotic (4), Lischka (10/1), Frazier (10/2), DiLeo (3), Breunig (12), Polas Bartolo (4), de Oliveira, Simons (15/4), Zimmerman (6).

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