Qualifikation zur Champions League: Telekom Baskets Bonn schlagen Fribourg Olympic 80:66

Qualifikation zur Champions League : Telekom Baskets Bonn schlagen Fribourg Olympic 80:66

Die Telekom Baskets Bonn haben das Hinspiel der zweiten Runde zur Qualifikation für die Basketball Champions League gewonnen. Am Donnerstagabend besiegte das Team von Headcoach Thomas Päch Fribourg Olympic.

Pflichtspielpremiere gelungen! Die Telekom Baskets Bonn haben am Donnerstagabend bei Fribourg Olympic im Hinspiel der zweiten Runde zur Qualifikation für die Basketball-Champions-League einen Einstand nach Maß gefeiert. Nach wochenlanger Vorbereitung siegte der neuformierte Bundesligist mit dem neuen Trainer Thomas Päch beim 18-fachen Schweizer Meister mit 80:66 (20:8, 18:9, 19:22, 23:27). Somit stehen die Chancen gut, dass die Baskets mit einem erfolgreichen Rückspiel am Sonntag im Telekom Dome (17 Uhr) in der kommenden Saison in der begehrten BCL antreten.

Ein Selbstläufer wird es aber nicht. In der ersten Qualifikationsrunde hatten die Eidgenossen das Hinspiel gegen Inter Bratislava mit 15 Punkten Unterschied verloren und gewannen dann das Rückspiel mit 89:50. Und dennoch spricht vieles für ein Weiterkommen der Bonner. Die Baskets, die sich zehn Minuten vor dem Spiel im engen Kabinengang hochkonzentriert eingeschworen hatten, legten sich in der Defense von der ersten Sekunde an mächtig ins Zeug. Den Bonnern gelangen im ersten Viertel vier Steals. Unter den Körben agierten die Gäste im Kollektiv stark, und in der Offensive waren sie nur schwer auszurechnen. Die Schweizer waren sichtlich geschockt, wie entschlossen die Rheinländer zu Werke gingen.

Schnell führten die Baskets nach sehenswerten Aktionen von Center Martin Breunig und Yorman Polas Bartolo mit 12:6. Und als sich Bonns Center Stephen Zimmerman in der zwölften Minute den Ball mopste und wenig später Bartolo per Korbleger einnetzte, führten die Baskets deutlich mit 26:8. Fribourg war in dieser Phase total von der Rolle. Immer wieder gab es Abstimmungsprobleme bei den Gastgebern. Und die enge Deckung der Bonner zeigte Wirkung. Für Fribourg schien der Korb in der ersten Hälfte wie vernagelt. Bis zur Pause kam die Truppe von Trainer Petar Aleksic auf eine Trefferquote von nur 14,7 Prozent. Nach der Pause blieben die Baskets bissig, auch wenn die Schweizer etwas besser ins Spiel kamen. Als die Eidgenossen drei Dreier hintereinander zum zwischenzeitlichen 29:45 trafen, nahm Bonns Trainer Päch eine Auszeit. Mit einer 57:39-Führung startete die Magentatruppe ins letzte Viertel und agierte dort in der Abwehr weiterhin präzise wie ein Schweizer Uhrwerk mit Chronometerzertifikat. Immer wieder griff bei den Verteidigungsvarianten der Bonner ein Rad ins andere. Fribourg bekam kaum offene Würfe, und so war es auch nicht verwunderlich, dass Olympic erst in der 36.Minute seinen 50. Punkt erzielte. Auf der Gegenseite gab es eine Woche vor Start in die Bundesligasaison noch etliche Abstimmungsprobleme im Angriff. Ansonsten hätten das insgesamt überzeugende neue Baskets-Kollektiv sicherlich noch viel höher gewonnen. Aber es trafen in der Offensive nicht alle so gut wie Benjamin Simons. Der 2,03 Meter große US-Amerikaner steuerte 23 Punkte bei und hatte damit großen Anteil daran, dass die mitgereisten Fans freudig „Auswärtssieg“ skandierten.

Telekom Baskets Bonn: Breunig (9 Punkte), Frazier (5/1 Dreier), Saibou (7/1), Simons (23/5), Subotic (5/1), Binapfl (2), de Oliveira (2), DiLeo (3), Mc Kinney Jones (7/1), Lischka (5), Bartolo (7), Zimmerman (5).

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