Telekom Baskets Bonn: 77:76 gegen Frankfurt zum BBL-Start

Start der BBL : Telekom Baskets besiegen Fraport Skyliners Frankfurt 77:76

Die Telekom Baskets sind mit einem Sieg in letzter Sekunde in die Basketballbundesliga gestartet. In der letzten Viertelstunde drehte die Mannschaft das Spiel und besiegte die Fraport Skyliners aus Frankfurt mit 77:76.

Was für ein emotionaler Start in die Basketballbundesligasaison 2019/2020 für die Telekom Baskets Bonn! Der Telekom Dome kocht, die Spieler liegen sich in den Armen und der Jubel der Fans kennt keine Grenzen.

Da liegen die Baskets am Mittwochabend beinahe die ganze Spielzeit zurück und drehen im letzten Viertel doch noch das Spiel gegen die Fraport Skyliners aus Frankfurt. Die Mannschaft des neuen Bonner Trainers Thomas Päch siegte gegen die Hessen im Last Minute-Krimi mit 77:76 (15:27, 19:15, 18:18, 25:16).

Somit machte die neuformierte Bonner Mannschaft ihrem Coach pünktlich zu seinem 37ten Geburtstag doch noch ein passendes sportliches Geschenk vor 5320 Zuschauern im Telekom Dome. Bei ihren bisherigen offiziellen Auftritten in der FIBA Championsleague (BCL) hatten die Bonner mit Effektivität und viel Biss geglänzt. Gegen Frankfurt haperte es lange an der Präzision aus der Nahdistanz.

Es sah nicht nach einem Heimsieg aus. Zu oft tanzte das Leder am Mittwochabend auf dem Frankfurter Ring und entschied sich, wieder den Weg ins Spielfeld zu suchen. Die Baskets, die ohne ihren Center Martin Breunig (Erkältung) zurechtkommen mussten, starteten holperig ins erste Viertel. Unter den Körben hatte Bonns Center Stephen Zimmerman Probleme mit Frankfurts Leon Kratzer. Der 2,11 Meter große Center der Hessen erzielte binnen vier Minuten drei Körbe und seine Teamkollegen agierten ebenfalls handlungsschnell. Als Richard Freudenberg dann noch einen Dreipunktwurf trotz Foul verwandelte und Frankfurt nach fünf Minuten mit 16:6 führte, nahm Thomas Päch die erste Auszeit. Er wechselte im Hieb auf vier Positionen. Doch Frankfurt hatte auch in den Folgeminuten den besseren Rhythmus. Während die Bonner Bälle unter dem Korb verlegten und auch von außen zu wenig fiel, sorgte Richard Freudenberg mit seinem zweiten Dreier 40 Sekunden vor Ende des ersten Viertels für das 27:15. Die Baskets hatten in den ersten zehn Minuten schlechte Trefferquoten vorzuweisen.

Nur vier von elf Würfen aus der Nahdistanz fanden das Ziel und lediglich ein Dreier bei sechs Versuchen rauschte durch die Reuse – insgesamt zu wenig. Bonn wirkte in der Folgezeit entschlossener, deckte enger und der Dreier von Bojan Subotic zum 24:32 (15.) war zunächst wie ein Weckruf. Als dann noch TJ DiLeo aufgrund einer Frankfurters Fouls das Spielgerät zugesprochen bekam und Joshi Saibou aus der Distanz das Leder zum 27:32 versenkte, waren die Telekom Baskets Bonn wieder im Geschäft. Yorman Polas Bartolo sorgte mit dem 34:37 für lautstarken Jubel bei den Baskets-Fans, die aber mitverfolgen mussten, dass die Gäste binnen 60 Sekunden wieder auf 42:34 davonzogen. Frankfurt hatte bis zur Halbzeit auch die Reboundhoheit inne (19:12).

Sieg in letzter Sekunde

Die Bonner mussten nach der Halbzeit unter den Körben unbedingt effektiver werden. Und Stephen Zimmerman, Bojan Subotic und Co. verteidigten nach der Pause besser. Und als Zimmerman in der 22. Minute zum 39:42 traf, war Bonn dran. Frankfurt spürte den entschlossenen Atem der Bonner im Nacken. Branden Frazier war es dann, der eiskalt mit der Schlusssekunde des Angriffs per Dreier das 46:45 (24.) für die Magentatruppe besorgte. Die Mannschaft von Trainer Sebastian Gleim blieb davon aber unbeeindruckt. Abgezockt enteilten die Hessen bis zur 30. Minute wieder auf 60:52. Bonn bis auf die Zähne, alle Zuschauer feuerten die Telekom Baskets leidenschaftlich an, wollten das Leder durch die Reuse schreien. Aber zunächst fehlte im letzten Viertel noch die Präzision.

Als Ben Simons einen Dreier und Brendon Frazier zwei Dreier zum 69:71 verwandelten, kochte die Halle. 29 Sekunden vor dem Ende stand es 74:74 und Bonn war in Ballbesitz. Frazier setzte einen Dreier an, das Leder prallte ab, wurde von Yorman Polas Bartolo gepflückt und zu Ben Simons gepasst. Der Blondschopf hielt inne, konzentrierte sich und drückte dann ab. Der Ball flog scheinbar unendlich lange, um 10 Sekunden vor Ende durch die Reuse zu rauschen – 77:74. Frankfurt erzielte nur noch zwei Punkte – der Rest war Bonner Jubel.

Baskets: Saibou (5 Punkte/1 Dreier), McKinney-Jones, Subotic (7/2), Lischka (6/1), Frazier (17/4), DiLeo (4), Polas Bartolo (14), Binapfl, de Oliveira (2), Simons (16/4), Zimmerman (6).

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