Die Baskets und ihre Musik: Placebo-Effekt auf den Ohren

Die Baskets und ihre Musik : Placebo-Effekt auf den Ohren

Ryan Brooks wirft sich vor dem Spiel vorzugsweise mit Kopfhörern auf den Ohren ein. "Die Musik kann mehr, als nur von der Außenwelt abzuschotten", sagt Professor Markus Raab vom psychologischen Institut der deutschen Sporthochschule in Köln.

Wissenschaftlich betrachtet ist das Ziel von Musik vor dem Spiel, den Sportler zu "regulieren", in eine optimale "zone of performance" zu bringen. Wer nervös ist, beruhigt sich, wer dazu neigt, zu überdrehen, auch. Und wer fürchtet, den Start ins Spiel zu verschlafen, stachelt sich an.

"Das ist eine individuelle Sache: Wer benötigt wann was? Entspannung oder Push?", sagt Raab und weist darauf hin, dass es hierbei auf die sogenannten Musikdimensionen wie Beat, Lautstärke oder Harmonie ankommt. Einfache Formel: Krach pusht, Harmonie beruhigt. Ein Spielmacher, der Ruhe ausstrahlen soll, dürfte andere Musik hören, als ein Center, von dem aggressives Vorgehen am Korb gewünscht ist. Ein "unterregulierter Center", so Raab, sei nicht ideal.

"Die Musik kann auch dazu dienen, in den Tunnel zu kommen oder gar nicht erst über ein Scheitern nachzudenken", sagt der Experte. Im Übrigen könne die Musik, von der ein Sportler glaubt, dass sie ihn richtig "reguliert", einen Placebo-Effekt haben. "Sie sollte rhythmisch zudem zur Tätigkeit passen. Beim Beispiel Laufen kann man sich das gut vorstellen", erklärt der Mann von der SpoHo.

Dass in den Listen der Telekom Baskets Titel von Rappern stark vertreten sind, liege allerdings auch in der Kultur des Basketballs begründet, so Raab.

Wer hört was? Die Top 5 - ... zur Vorbereitung aufs Spiel von...

Geno Lawrence

Jay Z: Brooklyn We Go Hard
Fabolous: It's My Time
Big Sean: Fire
Rick Ross: The Devil Is A Lie
Meek Mill: Levels

Florian Koch

Roy Jones jr.: Can't be touched
Helene Fischer: Atemlos
Yiruma: River flows in you
Rammstein: Du hast
Helge Schneider: Sommer, Son- ne, Kaktus

Ryan Brooks

Michael Jackson: Xscape
Drake: Trophies
Jay Z: Somewhere in America
Drake: Pound Cake/ Paris Mortion Music 2
J.Cole: Revenge of the Dreamers

Andrej Mangold

Pharrell Williams: Marylin Monroe
J. Cole: She knows
Jay Z: F*ckwithmeuknowigotit
Drake: Worst Behaviour
Kid Ink: Iz u down

Tony Gaffney

Aloe Blacc: The Man
Eric Paslay: Friday Night
J. Cole: Born Sinner
Zac Brown Band: Chicken Fried
Philipp Philipps: Gone, gone, gone

Mehr von GA BONN