Kommentar: Kontinuität als Trumpf

Kommentar : Kontinuität als Trumpf

Das Team der Telekom Baskets Bonn für die kommende Saison in der Basketball-Bundesliga ist zwar noch nicht komplett, doch zeichnet sich schon eine Kontinuität im Kader ab, die sich als sehr wertvoll erweisen kann.

Sechs Spieler aus dem Kader der vergangenen Spielzeit werden übernommen. Darunter auch ein Ryan Brooks, seines Zeichens Topschütze der Mannschaft, und ganz aktuell Eugene Lawrence. Den Denker und Lenker auf dem Feld zu behalten, war Trainer Mathias Fischer ein besonderes Anliegen. Wie schon Jared Jordan es war, ist Lawrence Garant dafür, dass die Philosophie des Coachs auf dem Feld eins zu eins umgesetzt wird.

Ein Spielmacher dieser Ausrichtung, ein Stratege, der in erster Linie im Sinn hat, den Mitspieler besser zu machen statt sich selbst in den Vordergrund zu stellen, kommt auch beim teamorientiert zuschauenden Bonner Publikum gut an. Das ist nicht erst seit Jordan so. Man denke zurück an die 90er Jahre, als ein Derrick Phelps zwei Jahre lang das Zepter in der Hand hatte und sich zu einer Art Prototyp des Bonner Spielmachers und Publikumslieblings entwickelte.

Die Eleganz des ehemaligen Generals hat Lawrence sicherlich nicht, und auch die Virtuosität eines Jordans fehlt ihm, dafür hat er andere Qualitäten, die er in der Schlussphase der vergangenen Saison eindrucksvoll unter Beweis stellte. Auch wenn noch nicht klar ist, wie die restlichen drei Verpflichtungen aussehen werden, scheinen die Baskets auf dem besten Wege zu sein, wieder ein schlagkräftiges Team zu präsentieren.