Telekom Baskets Bonn: Chris O'Shea bleibt Cheftrainer der Baskets

Telekom Baskets Bonn : Chris O'Shea bleibt Cheftrainer der Baskets

Nach einer starken Leistung im Pokal-Halbfinale bei Brose Bamberg und einem Überraschungssieg in der Champions League bei Reyer Venedig, wurde Interimscoach Chris O'Shea kurzerhand zum Cheftrainer auf Dauer erklärt.

O'Shea hatte das Amt erst in der vergangenen Woche von Predrag Krunic übernommen, nachdem sich der Verein von dem Bosnier getrennt hatte. O'Shea feiert am Samstag (20.30 Uhr, Telekom Dome) im Heimspiel gegen die Gießen 46ers seine Premiere als Baskets-Headcoach. „Chris hat den positiven Effekt auf die Mannschaft ausgeübt, den wir uns erhofft haben. Spielerisch haben wir uns in Bamberg und Venedig deutlich besser als zuvor präsentiert. Daher gibt es für uns keinen Grund, weiter aktiv nach einem Trainer zu suchen“, sagte der Bonner Sportmanager Michael Wichterich.

Es war am Flughafen in Venedig, einen Tag nach dem bemerkenswerten 73:69-Erfolg gegen den Tabellenzweiten der Champions-League-Gruppe B, als O'Shea von seiner Beförderung erfuhr. „Das ging alles ein bisschen schnell. Ich habe das noch gar nicht richtig realisiert“, sagte der 37-Jährige. „Aber natürlich freue ich mich über das Vertrauen des Clubs. Es ist eine große Ehre und Riesenchance, hier als Cheftrainer zu arbeiten.“

Einen neuen Vertrag mit einer festgelegten Laufzeit gibt es offenbar noch nicht. Jedenfalls weiß O'Shea nichts davon. Es scheint ihm auch egal zu sein, genauso, wie ihm die Spekulationen im Vorfeld egal waren. O'Shea: „Ich habe mich mit dem Thema, Cheftrainer zu werden, überhaupt nicht befasst. Das hätte mich nur von meiner eigentlichen Aufgabe abgelenkt. Mein Fokus lag und liegt auf der Mannschaft. Das ist alles, was zählt.“

Mit großem Respekt habe er registriert, wie die Mannschaft mit der Situation umgegangen sei. „Die Spieler haben sehr professionell reagiert und mir die Arbeit leicht gemacht. Jeder bringt sich aktiv ein, um unsere Situation zu verbessern“, stellte der US-Amerikaner mit irischem Pass fest. Dabei halte er an der Grundphilosophie seines Vorgängers Predrag Krunic fest. O'Shea: „Mir geht es um Kleinigkeiten, die ich verbessern will.“ An der besseren Kommunikation unter den Spielern auf dem Feld habe er zuerst gearbeitet. Weiterhin werde er an der Abstimmung sowohl in der Offensive als auch in der Defensive feilen „und danach schauen, wie wir einzelne Spieler ihren Fähigkeiten nach besser einsetzen können“.

Sein Assistenztrainer wird Savo Milovic bleiben, der diese Funktion gegen Bamberg und Venedig bereits übernommen hatte. An der Suche nach einem Ersatz für Ra'Shad James, von dem sich die Baskets ebenfalls trennten, sei er aktiv nicht beteiligt. „Ich habe aber“, teilte O'Shea mit, „meine Vorstellungen geäußert, welchen Typ wir brauchen: einen großen, athletischen Flügelspieler mit Zug zum Korb, der uns auch im Rebound helfen kann“.

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