BBL-Playoffs: Bonn bittet Ulm zum Tanz

BBL-Playoffs : Bonn bittet Ulm zum Tanz

Am Mittwoch heißt es im Viertelfinale im Kampf um die deutsche Basketballmeisterschaft 2015 wieder Bonn gegen Ulm. Um 18.30 Uhr wollen die Baskets im Telekom Dome ihren Heimvorteil verteidigen und sich damit eine gute Ausgangsposition für das Erreichen des Halbfinals schaffen.

Statistisch gesehen, steht es zwischen den Telekom Baskets Bonn und ratiopharm Ulm im direkten Playoff-Vergleich unentschieden. Zweimal trafen beide Vereine bisher in der entscheidenden Phase der Saison aufeinander, jeweils im Viertelfinale. 1998 setzte sich Ulm mit 3:1 Siegen durch, 2009 feierten die Bonner einen 3:0-Durchmarsch.

"Wir werden bereit sein", versprach Bonns "Verteidigungsminister" Andrej Mangold. "Die Hauptrunde ist abgehakt. Nach dem letzten Spiel gegen Ulm hatten wir einen Tag frei, jetzt beginnt eine neue Saison." Weder Mangold noch sein Teamkollege Benas Veikalas sehen die beiden Saisonniederlagen gegen die Ulmer als Nachteil. "Im Gegenteil. Das ist eine zusätzliche Motivation für uns", meinte der Litauer. Zudem wäre es letzte Woche Donnerstag vermutlich nicht zum 87:93 gekommen, wäre Center Tadas Klimavicius dabei gewesen. Ohne den Litauer, der wegen eines Notfalls in der Familie in sein Heimatland gereist war, hatten die Baskets unter den Körben klare Nachteile. "Wir haben ein sehr gut ausbalanciertes Team. Wenn ein wichtiger Spieler fehlt, tut uns das sehr weh", erklärte Spielmacher Eugene Lawrence.

Und Klimavicius gehört zu den wichtigsten überhaupt. Er ist Topscorer sowie bester Rebounder im Team und mit seiner Erfahrung und seinem Spielverständnis eine der entscheidenden Schaltstellen in Angriff und Verteidigung. "Tadas ist seit Freitag zurück. Er hat alles geregelt und kann unbelastet spielen", sagte Baskets-Coach Mathias Fischer. Ihm selbst geht es nicht so gut. Der 43-Jährige lag am Montag noch krank im Bett, will am Mittwoch aber dabei sein.

Fischer braucht Klimavicius gegen Ulm vor allem auch als Gegenspieler von Ian Vougioukas, der beim 87:93 auf 19 Punkte kam. Der Grieche ergänzt sich in Brettnähe gut mit Tim Ohlbrecht, auf den die Baskets ebenfalls aufpassen müssen. Im Spielaufbau konzentrieren sich die Bonner insbesondere auf Nationalspieler Per Günther. Mangold: "Er ist das Herz der Mannschaft." Wer den Topscorer und besten Vorlagengeber der Ulmer in Schach halten soll, ist offen. In der Hauptrunde war diese Aufgabe auf Lawrence zugekommen, denn Mangold hatte sich in erster Linie um den zweitbesten Ulmer Schützen Will Clyburn (12,9 Punkte, 7,7 Rebounds) gekümmert. Der Flügelspieler ist mit seiner Athletik und seiner Schnelligkeit eine der wichtigsten offensiven Optionen von Ulms Trainer Thorsten Leibenath.

Wie die Baskets verfügen auch die Ulmer nach der Startformation über eine ganze Reihe von Spielern, die Akzente setzen können. Insbesondere aus der Distanz sind sie stark. Fünf Spieler kommen auf eine Dreierquote von mehr als 40 Prozent. "Wir müssen Ulm die offenen Dreier und die Fastbreaks wegnehmen, sie also ins Halbfeld zwingen", sagte Mangold.

Das erste Spiel live:
Sport1 berichtet live. Auch Radio Bonn/Rhein-Sieg geht ab 18 Uhr live auf Sendung.

Playoff-Viertelfinale

BB Bamberg - Riesen Ludwigsburg

Spieltermine: 9. Mai/12. Mai/14. Mai (falls nötig: 16. Mai/20. Mai)

Alba Berlin - EWE Baskets Oldenburg

Spieltermine: 10. Mai/13. Mai/15. Mai (falls nötig: 17.Mai/20. Mai

Bayern München - Fraport Skyliners

Spieltermine: 9.Mai/12. Mai/14. Mai (falls nötig: 17. Mai/20. Mai)

Telekom Baskets - ratiopharm Ulm

Spieltermine: 6. Mai/9. Mai/15. Mai (falls nötig: 17. Mai/20. Mai)

Modus: "Best of five" - die Mannschaft, die zuerst drei Siege hat, kommt ins Halbfinale. Die erst genannten Vereine haben Heimrecht im ersten, dritten und eventuelles fünften Spiel.