Telekom Baskets Bonn: Baskets wollen in Crailsheim Revanche

Telekom Baskets Bonn : Baskets wollen in Crailsheim Revanche

Im Hinspiel gab es für das Team von Trainer Thomas Päch ein 82:114-Heimdebakel gegen die Merlins. Crailsheim hat sich als offensivstärkstes Team der Liga etabliert.

Es ist nicht ganz vier Monate her, da erlebten die Telekom Baskets Bonn in der noch jungen Saison einen ersten bitteren Rückschlag. Gegen die Crailsheim Merlins, die sich im weiteren Saisonverlauf als Überraschungsmannschaft entpuppten, steckte der Basketball-Bundesligist eine 82:114-Heimniederlage ein. Höher hatte noch keine Bonner Mannschaft seit dem Aufstieg 1996 auf dem Hardtberg verloren. Es war auch ein bitterer Abend für den neuen Bonner Chefcoach Thomas Päch. „Das ist kein Rekord, den man als Trainer aufstellen will“, sagte Päch damals.

Da man sich in jeder Saison mindestens zweimal sieht, haben die Baskets am Samstag (20.30 Uhr, Arena Hohenlohe) die Chance, im Rückspiel Revanche zu nehmen. Angesprochen auf das Hinspiel, als sein Team im Dreierregen des Gegners untergegangen und überhaupt nicht ins Spiel gekommen war, scherzte Päch: „Daran kann ich mich nicht mehr so gut erinnern.“ Um dann aber gleich hinzuzufügen, dass er seinem Team zutraut, es diesmal besser zu machen. „Wir sind inzwischen eine andere Mannschaft als damals“, sagt der Coach.

Da sich das ergebnismäßig bisher aber in der Bundesligatabelle kaum niedergeschlagen hat, treten die Bonner als aktueller Tabellenvorletzter und eher als Außenseiter beim Fünften an. Die Baskets haben Respekt vor den Merlins, die sich als offensivstärkstes Team der Liga etabliert haben. Keine andere Mannschaft hat bisher mehr Punkte erzielt, kein anderes Team wirft und trifft mehr Dreier. Gegen die Baskets waren es vor allem Sebastian Herrera (sechs Dreier) und Jan Span (fünf Dreier), die die Festung Hardtberg in Trümmer schossen.

„Crailsheim spielt eine sensationelle Saison und steht zu Recht da oben. Der Club hat einen tollen Job gemacht und ein harmonisches Team zusammengestellt. Das passt alles sehr gut zusammen“, lobt Päch. Die Würfe von außen seien sehr wichtig für das Spiel der Mannschaft, „deshalb müssen wir uns Gedanken machen, wie wir das unterbinden“.

Obwohl die Merlins nicht europäisch auftreten, haben sie in dieser Woche auch schon ein Spiel in den Knochen. Während die Baskets am Dienstag gegen Dijon ins Champions-League-Achtelfinale einzogen, verlor Crailsheim das Nachholspiel bei Alba Berlin mit 82:98. Ein Garant für den Erfolg der Albatrosse: Sie nahmen dem Gegner weitgehend seine Gefährlichkeit aus der Distanz.

Päch muss sich im Vorfeld entscheiden, wer als überzähliger ausländischer Profi zuschauen muss. Zuletzt hatte es des Öfteren Trey McKinney-Jones getroffen. Der Coach versichert: „Das ist kein Automatismus und muss nicht wieder so sein.“ Vor allem der verletzungsbedingte Ausfall des Crailsheimer Power Forwards Quincy Ford könnte darauf hindeuten, dass die Merlins bevorzugt mit sehr kleiner Aufstellung agierten. Päch: „Für mich ist wichtig, die bestmögliche Aufstellung aufs Parkett zu bringen, und da wäre Trey sicher jemand, der uns helfen würde.“ In einem persönlichen Gespräch habe er dem Guard allerdings mitgeteilt, dass er zu den Kandidaten gehöre, den die Zuschauerrolle durchaus häufiger treffen könne.