Kampf um die Playoffs: Baskets wollen gegen Frankfurt Heimvorteil nutzen

Kampf um die Playoffs : Baskets wollen gegen Frankfurt Heimvorteil nutzen

Für die Telekom Baskets Bonn geht es in die entscheidende Phase im Kampf um die Playoff-Plätze. Ein Sieg im Heimspiel gegen die Frarport Skyliners ist fast schon Pflicht.

Es geht in die heiße Phase der Saison, der Blick richtet sich aufs Restprogramm der Basketball-Bundesliga. Nicht bei Chris O'Shea. der Trainer der Telekom Baskets hat genau diesen Blick voraus – zu weit voraus – als einen der Fehler ausgemacht, die mit für die letzten beiden Niederlagen verantwortlich waren. „Wir haben zu früh angefangen, zu weit nach vorn zu sehen“, sagt er, „es ist besser, einen Schritt nach dem anderen zu machen.“

Das ist allerdings beinahe die einzige Gemeinsamkeit, die er in beiden Niederlagen erkennen konnte, denn „in Bremerhaven haben wir wirklich schlecht gespielt. Das war in Bayreuth anders. Das war eine unserer besten Defensivleistungen in dieser Saison, und wir hatten die Chance zu gewinnen. Zum Schluss hätten wir dann etwas cleverer sein müssen.“

Insofern sieht der Bonner Cheftrainer vor der Partie gegen die Fraport Skyliners (Sonntag, 15 Uhr, Telekom Dome) keinen Anlass, nervös zu werden: „Wir haben zum ersten Mal seit Dezember zwei Spiele hintereinander verloren. Das ist natürlich kein günstiger Zeitpunkt, aber wir sind doch noch auf dem richtigen Weg, unser Ziel zu erreichen. Und wenn wir auftreten wie in Bayreuth, haben wir gegen jeden eine Chance zu gewinnen.“

Ein Blick auf das Restprogramm sei dennoch erlaubt: Die Baskets haben nicht das schwierigste. Zunächst also Frankfurt. Das sollten die Bonner gewinnen – wenn sie in die Playoffs wollen. Der Partie in Braunschweig kommt dann schon wegweisende Bedeutung zu. Die Niedersachsen sind ein direkter Konkurrent, rangieren auf dem unbeliebten Playoffplatz acht, der in der ersten Runde das wenig aussichtsreiche Duell mit dem FC Bayern bringen würde.

Das folgende Spiel in Jena gehört zu den Wundertüten unter den BBL-Spielen, Jena kann hui, aber auch pfui. Das wiederum hat sie in den Tabellenkeller gebracht. Ein Team, das um den Verbleib in der Liga kämpft, kann allerdings eine hohe Hürde sein. In den Berechnungen für das Erreichen der K.o.-Runde müssen die Baskets dieses Spiel aber als Sieg verbuchen.

Machbares Restprogramm

Danach geht es für die Bonner nach Berlin. Die Albatrosse sind im Laufe der Saison sterblicher geworden, am Mittwoch mussten sie sich mit dem letzten Angriff Bayreuth geschlagen geben. Da kann etwas drin sein für Bonn.

Genauso wie in Würzburg. Für die Mannschaft mit dem schwierigsten Restprogramm geht es beim Aufeinandertreffen mit den Baskets möglicherweise schon um nichts mehr. Ein Spiel, das die Bonner ebenfalls gewinnen sollten, denn danach kommt der FC Bayern zum Abschluss der Hauptrunde in den Telekom Dome. Optimisten können auch hier Punkte einplanen. Ein zusätzlicher Bonner Vorteil: Die Baskets haben noch eine Partie mehr zu spielen als sämtliche Konkurrenz.

„Wir haben es selbst in der Hand“, sagt O'Shea. „Ich sehe überhaupt keinen Grund, nervös zu werden. Es ist halt die Zeit, in der jedes Spiel mehr analysiert, jeder Sieg mehr bejubelt wird und man sich über jede Niederlage mehr ärgert.“ Dennoch ist er froh, dass nach den beiden schmerzhaften Auswärtsniederlagen wieder ein Heimspiel auf dem Plan steht. „Wir sind zu Hause sehr stark. Die Fans geben uns Extra-Energie, das hilft uns sehr.“

Die defensivstarken Gäste vom Main, die den ehemaligen Bonner Andrej Mangold mit auf den Hardtberg bringen, will der Bonner Cheftrainer mit ihren eigenen Mitteln schlagen. „Sie dürfen sich nicht wohlfühlen“, lautet die Ansage von O'Shea, der zum einen vor den großen Skyliners warnt: „Die sind derzeit gut drauf.“ Zum anderen will er keinem der quirligen Guards erlauben heißzulaufen. „Frankfurt ist eine Mannschaft, die dich zu schwierigen Dingen zwingt. Wir müssen sehr genau spielen – bis zum Schluss.“ Es bedarf also der Konzentration. Die Energie will gut aufgeteilt werden, damit zum Schluss noch genug davon für clevere Entscheidungen übrig ist.

„Wir wissen, was wir können“, sagt Baskets-Aufbauspieler TJ DiLeo. „Nach dem Bremerhaven-Spiel haben wir gut reagiert. Unsere Offense ist momentan nicht so präsent, wie wir das gewöhnt waren. Aber das kommt vor, da muss man durch – und andere Lösungen finden.“