Telekom Baskets Bonn: Baskets gegen Bremerhaven in der Favoritenrolle

Telekom Baskets Bonn : Baskets gegen Bremerhaven in der Favoritenrolle

Die Bonner Telekom Baskets erwarten Bremerhaven zum Nachholspiel und können mit einem Sieg auf Platz acht klettern. Die Basketballer kommen frisch aus der Länderspielpause.

Heimspiele im Telekom Dome waren in der aktuellen Spielzeit manches Mal recht freudlose Veranstaltungen. Auch auswärts leisteten sich die Baskets den ein oder anderen Aussetzer – Niederlagen gegen Kellerkinder inklusive. Einen Trainerwechsel, einige wirksame Veränderungen und entsprechend gute Leistungen später hat der Basketball-Bundesligist sein Saisonziel Playoff-Teilnahme wieder etwas herangezoomt – und: Der Spaß ist zurück.

Während der relativ langen Länderspielpause seit dem letzten Spiel in Vechta am 14. Februar hatte die Vorfreude auf das Heimspiel gegen die Eisbären Bremerhaven (Mittwoch, 19 Uhr) reichlich Zeit zu wachsen. Headcoach Chris O'Shea wird nicht müde, das zu betonen: „Wir freuen uns sehr auf diese Partie. Sie ist für uns der Anfang einer wichtigen Phase.“ Einer Phase mit drei Heimspielen innerhalb von sieben Tagen: Mit einem Sieg im Nachholspiel gegen die Eisbären könnten die Bonner von Platz elf auf Rang acht springen und damit von einem Playoff-Platz aus in diese Phase starten, die als nächstes ratiopharm Ulm im Karnevalsspiel (Samstag, 20.30 Uhr) auf den Hardtberg führt. Am Aschermittwoch tritt der ungarische Vertreter Alba Fehervar zum Hinspiel im Achtelfinale des Fiba-Europe-Cups im Telekom Dome an.

"Wir sind auf einem guten Weg"

Gegen Schlusslicht Bremerhaven, das bislang erst drei Siege auf seinem Konto hat (gegen Craisheim, in Gießen und Jena), heißt es für die Baskets nun wieder Vorspielen in der Favoritenrolle – eine Rolle, mit der sie in der Vergangenheit nicht immer klargekommen sind. Aber mit der Spielfreude hat O'Sheas Team auch ein anderes Selbstbewusstsein entwickelt. Diese Mannschaft wirkt nicht mehr, als geriete sie bei jedem Gegenwind ins Wanken. „Wir sind auf einem guten Weg in den letzten sechs/sieben Wochen“, sagt O'Shea, der ehemalige Co-Trainer, der Mitte Januar seinen Chef Predrag Krunic beerbte und es seitdem geschafft hat, mehr vom spielerischen Potenzial seines Teams aufs Parkett zu bringen und die Defensive zu sortieren.

Daran wurde auch in der Länderspielpause weiter gearbeitet. Beim belgischen Spitzenreiter BasicFit Brüssel gewannen die Baskets am Wochenende einen Test mit 80:79. Nach einer hohen Pausenführung schmolz der Vorsprung nach der Halbzeit, aber die Bonner brachten den Sieg trotz Gegenwind ins Ziel. In Brüssel hat O'Shea versucht, mit seinem Team einen defensiven Rhythmus zu finden, an den Routinen zu arbeiten, aber auch Neues auszuprobieren. Aber: „Ein Test ist immer etwas anderes als ein Wettbewerb“, sagt O'Shea, „man weiß nie, ob man gut oder schlecht aus einer längeren Pause kommt, aber man muss bereit sein, sich ins Spiel zu arbeiten.“

Auch wenn Tabellensituation und Hinspielergebnis (89:69) deutlich für die Baskets sprechen, warnt O'Shea vor der individuellen Klasse der Eisbären: „Es wäre schon der erste Fehler, sie auf die leichte Schulter zu nehmen. Chris Warren ist ein starker Leader, Durrell Summers und Elston Turner sind gute Scorer, Darnell Jackson und Keith Benson sind groß und arbeiten physisch am Brett.“ All das hat er in seinem Kader auch. Sein Team muss es nur aufs Feld bringen. „Alle wissen, worum es geht, wir müssen individuell und als Team bereit sein, Bremerhaven zu stoppen“, sagt O'Shea. „Wenn wir unser Ziel erreichen wollen, müssen wir insbesondere unsere Heimspiele gewinnen.“ Ein Anspruch, für den ein Tabellenletzter kein Hindernis darstellen darf.

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