Telekom Baskets: 83:71 - Bonner Kollektiv sorgt gegen Bayreuth für den Erfolg

Telekom Baskets : 83:71 - Bonner Kollektiv sorgt gegen Bayreuth für den Erfolg

Nach zwei Niederlagen in der Beko Basketball Bundesliga haben die Telekom Baskets Bonn am 13. Spieltag wieder einen Sieg gefeiert. Gegen medi bayreuth gelang ein 83:71 (44:32) und damit der neunte Erfolg der laufenden Saison.

Für Bonn standen Benas Veikalas (30:51min) und Jared Jordan (32:03min) mit Abstand am längsten auf dem Parkett. Beide erzielten in dieser Zeit 18 Zähler, wobei sie hochprozentig aus der Distanz trafen. Jordan verwandelte drei seiner fünf Versuche aus der Distanz, Veikalas zeigte sich mit vier Treffern bei sieben Versuchen besonders treffsicher.

Sein bestes Spiel im Bayreuther Dress machte Kyle Weems. Der für die Franken auf der Drei auflaufende Forward markierte mit 22 Punkten eine neue persönliche Saisonbestleistung. Mit darüber hinaus neun eingesammelten Rebounds schrammte der Amerikaner nur knapp an einem „Double-Double“ vorbei.

Bei seiner Rückkehr in den Telekom Dome zeigte sich Ex-Baskets Kyle Weems besonders motiviert und eröffnete die Begegnung mit einem Dreier (0:3, 2. Minute). Bis auf diesen Treffer aus der Distanz ergaben sich jedoch für beide Seiten insgesamt wenige Chancen auf offene Würfe von jenseits der 6,75 Meter-Linie. Umso ironischer mutete es an, dass A2-Nationalspieler Nicolai Simon ausgerechnet mit zwei Dreiern - sowie einen Korbleger - dafür sorgte, dass die Gäste vorerst die Oberhand behielten (18:21, 10. Minute).

[kein Linktext vorhanden]Bonn reagierte abgeklärt, ließ mit Beginn des zweiten Abschnitts im Angriff den Ball deutlich besser durch die eigenen Reihen laufen. Das Ergebnis waren zwei Dreier durch Benas Veikalas sowie ein weiterer Treffer von außen durch Ryan Brooks (34:25, 15. Minute). Unter den Augen von Ex-Baskets Patrick Ewing Jr. Sollte die magische Zehn-Punkte-Marke jedoch nicht fallen, da Bayreuth es sehr gut verstand, nach Ballgewinnen direkt am Brett abzuschließen. So brauchte es einen einbeinigen Dreier von Jared Jordan mit Ablauf der Spieluhr, um die Führung doch noch in den zweistelligen zu hieven - im wahrsten Sinne des Wortes (44:32, 20. Minute).

Nach dem Seitenwechsel war es abermals Weems, der an alter Wirkungsstätte gleich zwei weitere Distanzwürfe verwandelte und damit einem 13:2-Lauf der Franken initiierte (46:45, 25. Minute). Wie schon zuvor, so antworteten die Baskets nach einer taktischen Auszeit erneut souverän, beriefen sich auf ihre Stärken in der Verteidigung und erarbeiteten sich das Selbstvertrauen, um mit einem 11:0-Run zu kontern (57:45, 29. Minute). Das Highlight des dritten Viertels aber lieferte der von der Bank viele Impulse setzende David McCray, dessen Alley-Oop-Pass auf Kurt Looby auf wundersame Weise auch so den Weg in den Korb fand (62:47, 30. Minute).

Bonn behielt den einmal aufgenommenen Schwung bei, was maßgeblich daran lag, dass die Reserve um McCray und Steve Wachalski mutig den Abschluss suchte - und fand (70:50, 33. Minute). Von diesem Rückstand konnten sich die Gäste nicht mehr erholen, wenngleich sie keine Chance ungenutzt ließen, um die Differenz zumindest teilweise abzutragen. Nach zuletzt vier wettbewerbsübergreifenden Niederlagen in Serie ließen die Telekom Baskets die Möglichkeit auf eine vorweihnachtliche Rückkehr gen Siegerstraße nicht ungenutzt und fuhren den neunten Erfolg der laufenden Beko BBL-Saison 2013/2014 ein.

Stimmen zum Spiel

Mathias Fischer (Trainer Telekom Baskets): "Nach insgesamt vier Niederlage in der Beko BBL und dem Eurocup in Serie stand uns ein schweres Spiel bevor. Für uns war es nach zuletzt drei Partien in fremden Hallen ein schönes Gefühl, endlich wieder vor heimischem Publikum aufzulaufen - das hat gut getan. Es gab nach dem Seitenwechsel eine sehr gefährliche Phase für uns, in der Bayreuth bis auf einen Zähler verkürzen konnte. Nachdem wir im Anschluss bis auf 20 Punkte weggezogen sind, haben wir es leider nicht geschafft, den Sack frühzeitig dich zu machen. An dieser Stelle muss erwähnt sein, dass Bayreuth es sehr gut verstanden hat, sich Würfe zu erarbeiten, wodurch sie wieder rangekommen sind. Dadurch, dass wir diese Woche etwas mehr Zeit in der Vorbereitung auf dieses Spiel hatten, waren wir mental und körperlich frischer, um mit mehr Intensität als zuletzt zu agieren.“

Steve Wachalski (#14 Telekom Baskets): „Dieses Spiel war für uns extrem wichtig. Uns war bewusst, dass es ein sehr kampfbetontes Spiel wird. Diesen Kampf haben wir angenommen und uns so die Chance auf den Sieg erarbeitet. Von der Bank kommend wollten wir mit der zweiten Fünf viel Energie aufs Feld bringen, was uns gelungen ist. Dadurch konnten sich die Starter phasenweise etwas erholen und mussten nicht permanent die komplette Verantwortung übernehmen.“

Predrag Krunic (Trainer medi Bayreuth): „Glückwunsch an Bonn zu einem verdienten Sieg. Wir wussten, dass Bonn eine gute Defense spielt, gegen die wir uns im zweiten Viertel ein paar zu viele Ballverluste geleistet haben. Nach unserem guten Start in die zweite Hälfte hat Bonn einige schwierige und vielleicht glückliche Würfe getroffen, die uns sehr weh getan haben. So haben die Telekom Baskets ihren Rhythmus aufgenommen, wodurch sie entscheidend davongezogen sind.“

Telekom Baskets - medi Bayreuth 83:71 (18:21, 26:11, 18:15, 21:24)

Telekom Baskets: McCray (9/2 Dreier), Looby (6), Veikalas (18/4), Brooks (11/1, 6 Assists), Mangold (3), Jordan (18/3, 5 Assists), Wolf (2), Koch (0), Gaffney (2), Wachalski (6/2), McLean (8)
medi Bayreuth: Spöler (1), Simon (12/2), Conroy (2), Hamilton (5/1), Zeis (dnp), Chambers (0), Schmitz (0), Heyden (2), Sehovic (8), Burrell (0), Weems (22/4, 9 Rebounds), Qvali (19, 9 Rebounds)