Telekom Baskets: 66:77 in Braunschweig - Katastrophales letztes Viertel

Telekom Baskets : 66:77 in Braunschweig - Katastrophales letztes Viertel

Nur wenige Minuten hat es gebraucht, um die Telekom Baskets Bonn am Samstag im Spiel der Basketball-Bundesliga bei den New Yorker Phantoms Braunschweig aus allen Siegträumen zu reißen. Unter dem Strich standen ein unnötiges 66:77 (21:24, 19:13, 17:15, 9:25) und die erste Auswärtsniederlage der Saison.

Unnötig, weil "wir das Spiel kontrolliert und elf Punkte Vorsprung hatten. Dann haben wir einige Male nicht clever gespielt und sind dafür gnadenlos bestraft worden", sagte Baskets-Coach Mathias Fischer.

Die Bonner starteten nicht allzu gut in das Spiel und lagen Mitte des ersten Viertels mit 9:15 zurück. Vor allem mit Phantoms-Guard James Florence und Center Kyle Visser hatten sie Probleme. Doch sie ließen den Gegner nicht weiter wegziehen und kamen bis zum Viertelende auf drei Punkte Rückstand heran (21:24). Ryan Brooks, David McCray und Benas Veikalas mit vier Punkten in Folge sorgten eingangs des zweiten Durchgangs für einen 8:0-Lauf der Gäste zur 29:24-Führung.

Braunschweig hielt zunächst dagegen, doch nach der Pause setzten sich die Bonner weiter ab. Durch eine aggressive Verteidigung provozierten sie eine Reihe von Ballverlusten bei ihrem Gegner. Mit einem weiteren 8:0-Lauf schraubten sie den Vorsprung nach dem 40:37-Halbzeitstand auf 48:37. Center Kurt Looby, der ein gutes Spiel machte, Tony Gaffney, der mit 14 Punkte zum besten Schützen seiner Mannschaft avacierte, und Benas Veikalas mit Freiwürfen und einem Korb waren erfolgreich.

Angetrieben vom überragenden Isaiah Swann, der 14 seiner 23 Punkte in der zweiten Halbzeit erzielte, schlugen die Braunschweiger zurück und waren beim 47:48 wieder im Spiel. Das Spiel der Baskets krankte zunehmend daran, dass sie sich unter dem Korb nicht so durchsetzen konnten, wie sie sich das gewünscht hatten. Und von außen hatten sie einen ganz schwachen Tag erwischt.

Am Ende hatten sie von 24 Dreier-Versuchen nur vier verwandelt. Zwar führten die Bonner am Ende des dritten Viertels noch mit fünf Punkten (57:52), doch dann nahm das Unheil seinen Lauf. Sechs Punkte in Folge bescherten den Gastgebern die 58:57-Führung. Zwar drehten Brooks und Gaffney den Spieß noch einmal zum 61:58 um, das Heft in die Hand nahmen in der Folge aber die Phantoms.

Mit drei Dreiern infolge gelang ihnen ein 9:0-Lauf zum 67:61, während Bonn offensiv kaum noch etwas zuwege brachte. Fischer: "Wir haben unsere Systeme gegen die Zonendeckung der Braunschweiger nicht konsequent durchgelaufen." Gleichzeitig ließ seine Mannschaft auch in der Verteidigung nach.

"Ich beobachte das schon länger. Nach Korberfolgen verteidigen wir wie die Könige, kommen wir aber zwei, dreimal nicht zum Abschluss, ist das nicht der Fall. Aber gerade dann muss man den Gegner unbedingt stoppen wollen", führte Fischer aus. Swann, Florence und zweimal Aaron Doornekamp waren innerhalb von zweieinhalb Minuten für ihr Team aus der Distanz erfolgreich. Nach Freiwürfen von Swann zum 72:65 war der Widerstand der Gäste gebrochen.

"Wir müssen nun als Mannschaft zusammenrücken, wenn wir wieder unseren Rhythmus wieder finden wollen", erklärte Fischer. Morgen (20 Uhr) treten die Baskets im Eurocup in Mons an, am Sonntag (17 Uhr) ist in der Bundesliga medi Bayreuth zu Gast im Telekom Dome.

Braunschweig - Telekom Baskets 77:66 (24:21, 13:19, 15:17, 25:9)

NYP Braunschweig: Swann (23/3, 8 Rebounds), Kulawick (2), Zazai (0), Visser (13, 7 Rebounds), Florence (16/3), Doornekamp (12/4, 10 Rebounds), Johnson (dnp), Pluskota (dnp), Wenzel (dnp), Wessels (dnp), McElroy (9/1), Kadji (2)
Telekom Baskets: McCray (5/1 Dreier), Looby (9), Veikalas (10), Brooks (13/1), Mangold (3/1), Jordan (5/1, 6 Assists), Wolf (dnp), Koch (dnp), Gaffney (14, 7 Rebounds), Wachalski (0), McLean (7)