1. Sport
  2. Regio-Sport

Wirbel um Ervin Skela in Windeck

Wirbel um Ervin Skela in Windeck

Der albanische Nationalspieler Ervin Skela, von den Windeckern gerade erst als Zugang präsentiert, hat beim polnischen Erstligisten Arka Gdynia einen Vertrag unterschrieben. Und in der Tat: Die Internetseite des polnischen Klubs bestätigte dies.

Windeck. (ley) Am Mittwochmorgen schellte bei Heinz-Georg Willmeroth, dem Vorsitzenden des Fußball-NRW-Ligisten TSV Germania Windeck, das Telefon. Am anderen Ende der Leitung: ein Unbekannter. Was Willmeroth zu hören bekam, traf ihn wie ein Keulenschlag.

Demnach habe sich der albanische Nationalspieler Ervin Skela, von den Windeckern gerade erst als Zugang präsentiert, beim polnischen Erstligisten Arka Gdynia einem Gesundheitscheck unterzogen und einen Vertrag unterschrieben. Und in der Tat: Die Internetseite des polnischen Klubs bestätigte dies.

Willmeroth zeigte sich von dieser Entwicklung überrascht. "Weder der Spieler noch ein Offizieller des Klubs haben sich bei mir gemeldet. Außerdem besitzt Ervin Skela seit dem 31. Januar bei uns eine Spielerlaubnis und ist auch in der Liste der Spielberechtigungen für die NRW-Liga geführt", erklärte der Germania-Chef. Allerdings sei Skela in dieser Woche noch nicht in Windeck gesehen worden.

Ohnehin dürfte es für den 34-Jährigen schwer werden, für die Polen in dieser Saison noch aufzulaufen, da die Transferperiode am 31. Januar zu Ende war. Demnach könnte Skela bis zum 30. Juni nicht mehr spielen - außer eben in Windeck. Derweil bereitet Germania-Coach Heiko Scholz sein Team auf die schwere Meisterschaftspartie am Karnevalssamstag (15 Uhr) bei den SF Siegen vor.

Dass die empfindliche 0:4-Vorwochenniederlage gegen Alemannia Aachen II Spuren hinterlassen hat, glaubt er nicht. "Ich bin froh, dass wir jetzt noch einmal einen richtigen Kracher vor uns haben. Da können die Jungs gleich alles wieder gutmachen", sagt er. Obwohl so viel gar nicht gutzumachen ist.

"Denn vom Fußballerischen haben wir gegen Aachen das beste Rückrundenspiel geboten. Es gibt Tage, da machst du einfach kein Tor", sagt Scholz, der am Samstag zu Umstellungen gezwungen ist. Mit dem gesperrten Ex-Profi Mariusz Kukielka fehlt der Abwehrchef. Der Trainer ist freilich um Alternativen nicht verlegen. So steht der lange verletzte Michael Reed wieder zur Verfügung. "Auch Andreas Moog oder Marius Schultens können die Position spielen", erklärt Scholz.