Endurance-Serie am Nürburgring: Von der Playstation zum Meister

Endurance-Serie am Nürburgring : Von der Playstation zum Meister

Für eine Überraschung sorgten Wolfgang Reip, Katsumasa Chiyo und Alex Buncombe im Finale der Blancpain-Endurance-Serie auf dem Nürburgring: Das Trio sicherte sich den Fahrertitel.

Den Nissan-Piloten reichte ein dritter Rang hinter dem McLaren-Team mit Rob Bell, Shane Van Gisbergen und Kevin Estre sowie den "Bentley-Boys" Andy Meyrick, Guy Smith und Steven Kane. Die Blancpain-Endurance-Serie ist die größte GT3-Serie der Welt. Auf dem Nürburgring standen 55 Fahrzeuge am Start.

Pech hatten Frank Stippler (Bad Münstereifel) und Stephane Ortelli (Monaco), die als Tabellenführer in die Eifel gereist waren und sich mit Stephane Richelmi in einem WRT-Audi abwechselten. Vor dem Rennen betrug ihr Vorsprung auf Nico Bastian und Stef Dusseldorp, die sich das Cockpit eines Rowe-Mercedes teilten, acht und auf die späteren Meister neun Punkte.

Im Qualifying reichte es für die Favoriten nur zum 14. Startplatz und Stippler hatte wohl schon vor dem Start kein gutes Gefühl: "Es ist immer schön, von weiter vorne zu starten. Das erspart einem viel Theater in dem ganzen Verkehr." Das Theater ließ nicht lange auf sich warten.

Nach einer Kollision mit einem anderen Fahrzeug verlor der WRT-Audi den Anschluss und belegte am Ende nur den elften Rang. Die Rempelei kostete exakt 35 Sekunden. Zum Gewinn der Meisterschaft hätte Stippler und Ortelli ein sechster Rang gereicht. Der Rückstand auf den Sechstplatzierten betrug am Ende 31 Sekunden.

Eine Feindberührung wurde auch den Rowe-Piloten Nico Bastian und Stef Dusseldorp zum Verhängnis. Nachdem Bastian mit einem McLaren aneinander geraten war, wurde eine Durchfahrtstrafe gegen die Titelanwärter verhängt. Am Ende blieb nur Rang 12. Den Ton gaben andere an.

Bei den Meisterschaftsgewinnern sticht Wolfgang Reip hervor. Der Belgier nahm 2012 an der Nissan Playstation@GT-Academy teil und setzte sich gegen 830.000 Konkurrenten durch. Zur Belohnung gab es einen Startplatz im Nissan 370 Z GT 4 bei dem 24h-Rennen in Dubai. In den folgenden Rennen stellte er sich geschickt an und etablierte sich im realen Rennsport.

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