Fußball-Mittelrheinliga: VfL Alfter unterliegt beim Spitzenteam TSC Euskirchen mit 2:4

Fußball-Mittelrheinliga : VfL Alfter unterliegt beim Spitzenteam TSC Euskirchen mit 2:4

Im Spitzenspiel der Fußball-Mittelrheinliga musste der VfL Alfter eine letztlich verdiente 2:4 (1:1)-Auswärtsniederlage beim Aufstiegsanwärter TSC Euskirchen hinnehmen.

Dabei begann die Begegnung im Erftstadion aus Sicht der Vorgebirgler wie gemalt. Mit der ersten zielstrebigen Offensivaktion fand eine gut getimte Hereingabe von Patrick Dietz in Bayram Ilk einen dankbaren Abnehmer. Der VfL-Torjäger stand wie so oft goldrichtig und traf zur Führung (4.). Optimale Voraussetzungen also, um ein gepflegtes Konterspiel aufzuziehen, doch es haperte in der Folge an der Umsetzung. "Die Räume waren da. Es ist schwer erklärbar, warum die Spieler sie nicht genutzt haben", drückte VfL-Trainer Heinz-Joachim Schmickler seine Enttäuschung aus.

Mangelndes Tempo im Umschaltspiel und unpräzise Aktionen in die Tiefe ließen Entlastungsangriffe wirkungslos verpuffen. Ein, zwei Offensivaktionen waren für den VfL zu wenig, um auf Dauer dem Druck der Hausherren standzuhalten. Kurz vor dem Seitenwechsel fand eine Flanke von der rechten Seite den am Elfmeterpunkt stehenden Sascha Engels, der mit einer Volley-Abnahme VfL-Keeper Tim Rudersdorff keine Abwehrmöglichkeit ließ.

Nach dem Kabinentee schlichen sich neben der überschaubaren Offensivleistung immer wieder Nachlässigkeiten in der Defensive ein. Eine Spitzenmannschaft wie der ETSC nimmt das natürlich gerne an. "Das darf nicht passieren", ärgerte sich Schmickler über die Szene, die zum Rückstand führte. Nach einer Flanke stand Benny Hoose völlig frei am kurzen Pfosten und konnte ungehindert einköpfen (55.). Zehn Minuten später erzielte der erneut sträflich alleingelassene Hoose das vorentscheidende 3:1.

Zwar konnte Bayram Ilk zwei Minuten vor Schluss überraschend verkürzen, doch Alfter gelang es nicht, die letzten Kraftreserven zu mobilisieren, um Euskirchen noch einmal in Verlegenheit zu bringen. Stattdessen setzte der kurz zuvor eingewechselte Lukas Kremer mit dem 4:2 den Schlusspunkt hinter eine aus Alfterer Sicht unangenehme und erfolglose Dienstfahrt. bl

VfL Alfter: Rudersdorff, Kolz, Derigs, Krebel (81. Liontos), Matysik (81. Akbar), Greulich, Dietz, Durgun, Mehmeti, Dogan, Ilk.

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