1. Sport
  2. Regio-Sport

Bonner SC: Vernünftiges Training kaum möglich

Bonner SC : Vernünftiges Training kaum möglich

Der Bonner SC ist der einzige Verein der Region, der keinen Kunstrasenplatz für seine Übungseinheiten zur Verfügung hat. Deshalb ist Improvisieren angesagt.

Der VfL Alfter hat einen, der SV Bergisch Gladbach 09 hat einen, und auch der Trainerstab des TSC Euskirchen kann die Vorbereitung auf die Rückrunde in der Fußball-Mittelrheinliga auf einem Kunstrasenplatz bestreiten. Die Betreuer des Bonner SC dagegen müssen in Ermangelung des künstlichen Grüns Klinken putzen, um zumindest halbwegs für vernünftige Trainingsbedingungen zu sorgen.

BSC-Coach Daniel Zillken und Geschäftsstellenleiter Dietmar Sebus lassen dabei ihre Kontakte spielen. Nach zahlreichen Absagen erklärte sich schließlich der TB Witterschlick bereit, dem Club für insgesamt sechs Einheiten seinen Kunstrasen zur Verfügung zu stellen. Als Belohnung darf sich der B-Ligist im Sommer auf ein Testspiel gegen den Fünft- oder dann sogar Viertligisten freuen.

„Wir sind natürlich sehr dankbar über das Entgegenkommen des TB Witterschlick“, sagt Zillken. „Aber das ist natürlich für eine vernünftige Vorbereitung und unser Ziel, in die Regionalliga aufsteigen zu wollen, viel zu wenig. Auf unserem Trainingsplatz am Mondorfer Bach können wir derzeit allenfalls Lauf- oder Krafteinheiten anbieten. Spielformen oder taktische Übungen sind gänzlich unmöglich, wenn wir den Rasenplatz nicht komplett ruinieren wollen.“

Stattdessen ist Improvisieren angesagt. Selbst die Soccerhalle in Buschdorf diente bereits als Trainingsgelände. Unterm Strich sind die Trainingsbedingungen für den BSC-Trainer „eine Katastrophe und ein klarer Wettbewerbsnachteil gegenüber der fast durchweg besser ausgestatteten Konkurrenz. Lediglich Freialdenhoven befindet sich in einer ähnlichen Lage wie wir“, erklärt Zillken. Dass sich die Bedingungen kurzfristig verbessern lassen, will der BSC-Trainer nicht so recht glauben. „Dass wir auf der Josefshöhe einen Kunstrasenplatz bekommen, glaube ich erst, wenn ich den Bauhelm auf dem Kopf habe.“ Solange heißt es aber weiter Klinkenputzen und auf Kapazitäten der umliegenden Vereine hoffen. Heute jedenfalls geht es nach Witterschlick. An den anderen Tagen schnüren die Spieler des Mittelrheinligisten die Laufschuhe. Am Samstag spielt der BSC bei der U 23 der Düsseldorfer Fortuna. Die hat sogar einen beheizbaren Kunstrasen.