Tus Roisdorf: Vandalismus an Sportplatz in Bornheim - Verein sucht Zeugen

Verein aus Bornheim : TuS Roisdorf bittet nach Vandalismus um Hinweise

Nach dem zweiten zerstörerischen Angriff auf den Kunstrasenplatz des TuS Roisdorf innerhalb eines Monats sieht sich der Bornheimer Verein gezwungen, eine unkonventionelle Maßnahme zu ergreifen, um den Tätern womöglich doch auf die Schliche zu kommen.

Zerschnittene Tornetze, zerschlagene Bierflaschen, herausgetrennte Elfmeterpunkte - und von den Tätern keine Spur. Bis jetzt, denn nach dem zweiten zerstörerischen Angriff auf den Kunstrasenplatz des TuS Roisdorf innerhalb eines Monats sieht sich der Bornheimer Verein gezwungen, eine unkonventionelle Maßnahme zu ergreifen, um den Tätern womöglich doch auf die Schliche zu kommen - mit einem Post bei Facebook und einer Belohnung in Höhe von 500 Euro.

"In der Nacht vom 10.9.19 auf den 11.9.19 waren es zerschnittene Tornetze und zerschlagene Bierflaschen auf dem Platz. Gestern Abend beziehungsweise in der Nacht vom 9.10.19 auf den 10.10.19 wurden Stücke von beiden Elfmeterpunkten aus dem Kunstrasen geschnitten", heißt es auf der Facebook-Seite des Vereins. Und weiter: "Wir setzen deshalb eine Belohnung von 500 Euro für sachdienliche Hinweise, die zu Ergreifung des oder der Täter führen, aus."

Die Informationen sollen an die Mailadresse des 1. Vorsitzenden des Vereins, Frank Kretschmer, gehen, der sich durch die Aktion den entscheidenden Hinweis erhofft: "Wir tappen bei der Suche noch im Dunkeln. Über Facebook haben wir aber vielleicht die Möglichkeit, Leute zu erreichen, die uns helfen können. Mit der Belohnung geben wir zudem einen weiteren Anreiz."

Und diese Hilfe ist dringend notwendig. Denn falls kein Täter ermittelt werden kann, bleibt der Verein auf den Reparaturkosten, die mehrere Tausend Euro betragen, sitzen. "Vielen Vereinen in der Region geht es finanziell nicht gut. Auch wir haben den Kunstrasenplatz, den Parkplatz und das Vereinsheim aus eigener Tasche bezahlt", sagt Kretschmer. "Die weiteren Kosten würden uns deshalb extrem hart treffen."

Die Reparaturarbeiten am Roisdorfer Kunstrasenplatz laufen bereits, das Training kann diese Woche wohl schon wieder aufgenommen werden. Das ursprünglich für den vergangenen Sonntag angesetzte Heimspiel gegen den SSV Walberberg wurde kurzerhand auf die Anlage des Gegners verlegt und als Auswärtsspiel gewertet. Der Trainings- und Spielbetrieb in Roisdorf wird somit nicht weiter beeinträchtigt, doch bei Kretschmer sitzt der Stachel weiterhin tief: "Es scheint uns jemand schaden zu wollen, und dagegen sind wir im Moment weitestgehend machtlos." Das soll sich allerdings bald ändern. "Wir haben uns dazu entschieden, Überwachungskameras auf der Anlage zu installieren. Das sind zwar weitere Kosten, aber die sind es uns auf jeden Fall wert", sagt Kretschmer. Des Weiteren hat der Verein bei der Polizei einen Strafantrag gegen Unbekannt gestellt.

Ebenfalls zu Vandalismus kam es in der Nacht von Freitag auf Samstag auf der Spielstätte des FV Bonn-Endenich. Auf dem Kunstrasenplatz fanden sich verteilt Bierflaschen und Müll und im Bereich des Mittelkreises sind drei Brandlöcher zu erkennen. Da der Platz Eigentum der Stadt Bonn ist, muss der FV Endenich - anders als der TuS Roisdorf - nicht für die Schäden aufkommen. Der Club wünscht sich für die Zukunft jedoch trotzdem einen Zaun, der Tätern nachts den Zugang zur Anlage erschwert. "Der Sportplatz ist für die Öffentlichkeit gedacht und das soll auch so bleiben", sagt Hans Wefers, Geschäftsführer der Endenicher. "Hätten wir aber einen Zaun, würde er morgens vom Hausmeister auf- und abends wieder zugeschlossen. Für den Sportbetrieb würde sich dadurch nichts ändern." Den Zaun müsste allerdings die Stadt genehmigen und bezahlen, sodass sich Wefers nach den neuesten Vorkommnissen an den Sportausschuss des Bonner Stadtrates wenden und mögliche Sicherheitsmaßnahmen thematisieren möchte.

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