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Terrassenflucht und Heimatgefühle beim Turnier

Terrassenflucht und Heimatgefühle beim Turnier

Tennis-Senioren leiden unter den Temperaturen - Vorbereitung auf die Weltmeisterschaft

Bad Breisig. (ln) Die Hitze hat auch das Senioren-Tennisturnier in Bad Breisig beherrscht. Während die Spieler der Altersklasse 70 und drüber mit den tropischen Temperaturen recht gut zurechtgekommen sind, zwangen sie etwa ein halbes Dutzend Spieler der Altersklassen 60 und 65 zur Aufgabe - der Kreislauf hatte einfach nicht mehr mitgemacht.

Insgesamt sind beim Turnier des TC Blau-Weiß Bad Breisig 230 Senioren in 15 Altersklassen an den Start gegangen. Mit den 40-Jährigen werden am Sonntag die Jüngsten das letzte Finale bestreiten.

Viele der Spieler, die in Bad Breisig das Racket geschwungen haben, werden dann bereits in Hannover weilen, wo die Senioren-Weltmeisterschaften ausgespielt werden.

Mit Horst Frigge hat am Donnerstag sogar ein Einheimischer das Finale erreicht. Mit Bernhard Wessel bestritt er das Doppel-Endspiel in der Altersklasse 65. Wegen der Weltmeisterschaft haben sich die Organisatoren entschieden, bis auf eine Ausnahme die für Sonntag geplanten Finals auf Samstag vorzuziehen.

Während viele Spieler unter den Temperaturen zu leiden hatten, fühlten sich zwei brasilianische Paare wie zu Hause. Luiz Roberto Lobao, Carla Kohn, Helio Ferreira und Rosangela Frittelli haben eine 24-stündige Reise auf sich genommen, um erstmals in Deutschland an einem Tennisturnier teilzunehmen. "Wir haben uns gleich wie zu Hause gefühlt", freut sich Lobao über die Dauerhitze. Die Vier haben sich in Bad Breisig ebenfalls auf die WM vorbereitet.

Normalerweise gehört die Terrasse des Tennisclubs zu den schönsten Plätzen, von denen man einen reizvollen Blick auf die Courts genießen kann. Doch in diesem Jahr flüchteten Zuschauer und Aktive von der Sonnenseite zur schattigen Waldtribüne. Und Achim Neudeck, Gitta Derscheid und Dagmar Erben waren als Empfangskomitee in ihrer überdachten Rezeption nicht zu beneiden.

Die Hitze staute sich regelrecht unter dem Verschlag des Eingangsbereiches. Ein TC-Mitglied versuchte zwei Tage lang vergeblich, das Dach der "Rezeption" mit Hilfe eines Wasserschlauchs zu besprengen, um dem Trio ein wenig Kühlung zu verschaffen.

Keine Probleme mit den Temperaturen gab es beim traditionellen Rheinischen Abend am Dienstag auf der Club-Anlage oder beim Gala-Abend im Rheinhotel "Vier Jahreszeiten", den vor allem die Aktiven in vollen Zügen genossen.