Saisonvorbereitung: Telekom Baskets spielen Golf auf Schloss Miel

Saisonvorbereitung : Telekom Baskets spielen Golf auf Schloss Miel

Zur Abwechslung spielen die Telekom Basktes Bonn während der Saisonvorbereitung Golf auf Schloss Miel. Das erste Testspiel in Antwerpen haben die Bonner jedoch mit 74:100 verloren.

Abwechslung muss sein und ist besonders willkommen, wenn sich Sportprofis in der Vorbereitungsphase auf die Saison befinden und der Pegel für die Trainingsbelastung des Öfteren auf die Stufe Maximum hochschnellt. So tauschten die Telekom Baskets Bonn in dieser Woche das Parkett des Telekom Domes gegen saftiges Grün und den Basketball gegen den Golfschläger. Schloss Miel hatte die Mannschaft des Basketball-Bundesligisten auf seine Anlage eingeladen. Aus Sicht von Trainer Thomas Päch nennt man das Teambuilding, für den Greenkeeper bedeutete es eher Arbeit, weil er danach einige Löcher zu flicken hatte.

Aber einige Bonner Profis schonten den Rasen, wissen sie doch ziemlich gut mit dem Schläger umzugehen. Die passionierten Hobby-Golfer TJ DiLeo und Co-Trainer Chris O'Shea etwa gehören zu den Besten im Team. Auch Neuzugang Benjamin Simons zeigte, dass er schon Erfahrung hat und gewann prompt den kleinen Putting-Wettbewerb unter den Spielern. Blutiger Anfänger ist der Ex-Berliner Joshiko Saibou, aber er soll gleich Blut geleckt und mit Golf-Lehrer Juan Peters ein paar Lektionen vereinbart haben.

Headcoach Päch freute sich nicht nur darüber, welchen Spaß seine Schützlinge mit dem kleinen weißen Ball hatten, sondern auch über ihren Trainingseifer. „Wir hatten eine gute erste Woche, in der wir an den Grundlagen gearbeitet haben, die mir wichtig sind. Alle sind ex- trem fokussiert“, berichtete der 36-Jährige. „Es ist schön, dass wir jetzt auch mit Joshiko komplett sind.“ Der 29-Jährige war zu Beginn nicht dabei, weil er noch mit der Nationalmannschaft in der WM-Vorbereitung unterwegs war, ehe er von Bundestrainer Henrik Rödl aussortiert wurde.

Eine Maßnahme, mit der Saibou offenbar sehr professionell umgeht. Päch: „Ich musste Joshi nicht aufbauen. Er wusste, dass es schwer ist mit Dennis Schröder und Maodo Lo auf seiner Position. Nein, er freut sich auch, dass er jetzt hier ist.“ Der Trainer selbst erfreut sich zunehmend an seinem neuen Job und seiner neuen Umgebung. „Man merkt immer mehr, dass die Baskets ein Verein sind, in dem sehr, sehr viel intakt ist. Die Kommunikation ist super und die Hilfsbereitschaft groß. Die Dinge funktionieren reibungslos“, schwärmte er schon fast.

Weniger ins Schwärmen ist er – erwartungsgemäß – beim ersten Testspiel gekommen. Bei der 74:100-Niederlage (12:19, 19:28, 22:31, 21:22) gegen den belgischen Erstligisten Giants Antwerpen war seine Messlatte nicht sonderlich hoch gelegt. „Beim Spiel ging es darum, ein paar bisher erarbeitete Dinge umzusetzen und gut zu machen. Das Ergebnis war nicht so wichtig“, sagte er. Er habe viele Fehler erwartet, aber auch einige gute Sachen.

Die Belgier haben mit ihrer Vorbereitung schon gut zwei Wochen früher begonnen, weil ihre Saison Mitte September startet, und waren ein entsprechend starker Gegner, der schon einige Automatismen in seinen Systemen entwickelt hat. Vor allem aber setzte den Baskets die aggressive Defensive der Giants mächtig zu. „Bisher haben wir im Training nur sehr kon-trolliert fünf gegen fünf gespielt. In Antwerpen ging es das erste Mal richtig zur Sache“, erzählte Co-Trainer O'Shea.

Simons war mit 15 Punkten Topscorer, wobei er mit einer 60-prozentigen Dreierquote (3/5) seine Distanzqualitäten unter Beweis stellte. Es folgten Martin Breunig (14), Stephen Zimmerman (9), Joshiko Saibou, Benjamin Lischka, Branden Frazier (je 7), Yorman Polas Bartolo (6), Trey McKinney-Jones (5), Bojan Subotic und Doppellizenzler Gabriel De Oliveira. Nicht eingesetzt wurde TJ DiLeo.

Am Sonntag erwarten die Bonner die auf Deutschland-Tour befindlichen Schanghai Sharks zu einem nicht öffentlichen Testspiel.

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