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Basketball NRW-Finalturnier: Team Bonn/Rhöndorf erreicht Top Four

Basketball NRW-Finalturnier : Team Bonn/Rhöndorf erreicht Top Four

Erfolgreiche Woche für die Telekom Baskets Bonn und das Bonn/Rhöndorfer Nachwuchsprogramm: Während das JBBL-Team der beiden Kooperationspartner am Sonntag gegen Alba Berlin das Ticket für das Top Four um die deutsche Meisterschaft buchte, sicherten sich die kleinen Baskets die Teilnahme am Finalturnier um die NRW-Meisterschaft, in dem auch die U 12 der BG Bonn-Meckenheim steht.

Was für ein Fight in der Berliner Max-Schmeling-Halle: In der Schlussminute musste das Team Bonn/Rhöndorf bei knapper Führung ohne seine beiden U16-Nationalspieler Alexander Möller und Kostja Mushidi auskommen - und kämpfte Alba Berlin im entscheidenden Play-off-Viertelfinale mit 78:76 nieder.

Trainer Matthias Sonnenschein freute sich: "Ein krasses Spiel, jetzt jubeln wir." Zu recht, denn damit gehört das JBBL-Team Bonn/Rhöndorf zu den aktuell vier besten seines Jahrgangs in Deutschland und startet Mitte Mai beim Top Four in Quakenbrück, wo es um die Deutsche Meisterschaft geht. Dort trifft Bonn im Halbfinale auf Gastgeber Artland Dragons, den FC Bayern München oder Breitengüssbach, die Talentschmiede von Brose Bamberg.

"Das ist ein ermunternder Riesenerfolg für die Zusammenarbeit von Rhöndorf und Bonn im Nachwuchsbereich", sagte Wolfgang Wiedlich, Präsident der Telekom Baskets Bonn. Hatte Alba Berlin sich im ersten Aufeinandertreffen deutlich mit 86:62 durchgesetzt, folgte der Konter des Team Bonn/Rhöndorf am vergangenen Donnerstag in Form eines ebenso klaren 77:56. Das dritte und entscheidende Spiel jedoch verlief weniger einseitig als die zwei Partien zuvor, wenngleich die Hauptstädter meist eine kleine Führung für sich behaupten konnten.

Im dritten Viertel legte die Spielgemeinschaft einen vorentscheidenden Lauf aufs Parkett. Der 57:52-Vorsprung wuchs im finalen Durchgang gar in den zweistelligen Bereich an, ehe die "Albatrosse" mit einem letzten Kraftakt zur Aufholjagd bliesen - die beinahe von Erfolg gekrönt worden wäre. Mit einer hauchdünnen 71:70-Führung in Händen, war es an Anton Geretzki, bei 29 Sekunden verbleibender Restspielzeit mit einem Dreier die Weichen endgültig in Richtung Top Four zu stellen. Berlin musste taktisch foulen, um zusätzliche Ballbesitze zu generieren, doch die Sonnenschein-Schützlinge retteten sich an der Freiwurflinie ins Ziel.

Bonn/Rhöndorf U16: Gavalas (1), Henseler, Weckbecker (7), Kahlscheuer (1), Jonen (8), Geretzki (17/1 Dreier), Diederich (8/2, 5 Assists), Mushidi (25/2, 11 Rebounds, 6 Assists), Gramkow, Karp, Uzelac (6, 10 Rebounds), Möller (5).

Auch Nico Mertz, Trainer der U12-Mannschaft der Telekom Baskets Bonn, jubelte: "Wir haben uns im Laufe der Saison immer weiter gesteigert und ernten jetzt die Früchte der Arbeit." Mit Siegen über den BSV Wulfen (105:57) und City Baskets Recklinghausen (90:62) stellten die Jüngsten der Baskets gestern in Iserlohn die Weichen für die Teilnahme am NRW-Top-Four, um dessen Austragung Bonn sich nun bewerben wird. Dort gilt es, die "ganz große Frucht", den Titel zu ergattern. Bereits 2010 hatte die Baskets-U12 die Westdeutsche Meisterschaft gewonnen.

Baskets U12: Tom Nekes (18), Rayen Ben Arshur (63), Simon Burbach (16), Vincent Veikalas (14/26 Rebounds), Jonah Völzgen (7), Paul Nitzpon (10/18 Rebounds), Timo Hölz (9), Noah Völzgen (36/9 Assists), Ina Hebestreit (6), Flo Meilands (16).

Für die Telekom Baskets Bonn ist es schon jetzt die bisher sportlich erfolgreichste Saison: Erstmals erreichten alle drei Bundesligateams (BBL/Senioren, NBBL/U19, JBBL/U16) gleichzeitig die Play-offs, dazu JBBL und Baskets-U12 jeweils das Top Four. Für die Jüngsten ist auf NRW-Ebene allerdings Schluss, weil nur der Landesmeister ausgespielt wird.

Die U 12 der Spielgemeinschaft BG Bonn/Meckenheimer TuS qualifizierte sich mit einem 116:85 über die AstroStars Bochum und einem 68:54 über BBV Köln-Nordwest für die Finalrunde. Damit ist das Top Four zur Hälfte mit Bonner Teams besetzt, was bereits bei den Jüngsten zeigt: Bonn ist eine Basketball-Hochburg. scht/ga