SP Rheinbach rechnet mit 500 Fans pro Tag

SP Rheinbach rechnet mit 500 Fans pro Tag

Der Klub veranstaltet in Rheinbach die deutsche Tennismeisterschaft der Herren 40 und rechnet sich Chancen auf den Finaleinzug aus - Gastgeber kann sein stärkstes Team aufbieten

Rheinbach. Zwölf Jahre erst wird im Sportpark (SP) Rheinbach Tennis gespielt - und schon kann der ganz große sportliche Wurf gelingen: Am Samstag und Sonntag richtet der Klub, mit seinen 125 Mitgliedern sicherlich der kleinste im Feld, die Endrunde um die Deutsche Mannschaftsmeisterschaft der Herren 40 aus (Beginn jeweils 10 Uhr).

"Wir wollen ins Finale", gibt sich SP-Sprecher Randolf Fischer betont optimistisch. Mit Westmeister Rheinbach bewerben sich der vorjährige Vizemeister Hildesheimer TV (Nordmeister), Grün-Weiß Bayreuth als Südmeister und der Kasseler TC Wilhelmshöhe 1896 (Südwestmeister) um den Titel; Kassel musste am vergangenen Wochenende noch ein Entscheidungsspiel gegen GW Nikolasee Berlin (Ostmeister) bestreiten und hat die Endrunde durch einen deutlichen 5:1-Erfolg erreicht.

"Die Resonanz ist wahnsinnig groß", staunt Fischer - und rechnet deshalb mit mindestens 500 Zuschauern pro Tag. "Wir haben dafür aber auch eine Menge getan." 70 Plakate bei den Klubs in der Nachbarschaft wurden aufgehangen, zudem eine kleine Tribüne für die Fans errichtet, die freien Eintritt an beiden Tagen haben.

Den Zuschauern wird, keine Frage, sehenswerter Sport auf der Anlage am Schornbuschweg geboten. Denn Bayreuth tritt mit gleich vier italienischen Spielern vorne und mit Norbert Henn, der Nummer eins der deutschen Rangliste der Herren 45, an.

Giovanne Lelli, Bayreuths Spitzenspieler, schwang im Vorjahr noch für Hildesheim das Racket, also für jenes Team, in dem auch Anders Jarryd, heute bekanntlich Rheinbachs Nummer eins, spielte.

Und Hildesheim als Vorjahresvize (im Finale 4:5 gegen Preußen Duisburg unterlegen) hat vorne den langjährigen Leverkusener Bundesligaspieler Jan Gunnarson dabei; an Position drei ist der jahrelange Titelsammler der ehemaligen DDR, Thomas Emmrich, gemeldet.

Wer in den beiden Halbfinalspielen (es wird auf allen sechs Plätzen gespielt) am Samstag aufeinander trifft, steht noch nicht fest. Denn entscheidend dafür ist, mit welchen Spielern die Mannschaften antreten.

Nach den Ranglistenpositionen und deren Quersummen werden die Platzziffern vergeben. Es ist damit zu rechnen, dass Bayreuth vor Rheinbach, Hildesheim und Kassel rangiert. Dann würden die Samstag-Paarungen Bayreuth gegen Kassel und Rheinbach gegen Hildesheim heißen; die Sieger stehen sich am Sonntag im Finale gegenüber, die Verlierer spielen um Platz drei.

Mit Sicherheit kann der SP sein stärkstes Team aufbieten. Anders Jarryd, Alvis Zilgalvis, Detlef Hungerberg und Justus Jung werden wohl die Positionen eins bis vier einnehmen.

Unten haben die Rheinbacher, ob mit dem US-Amerikaner Tom Coulton an fünf oder sechs, eine ganze Reihe von Optionen mit Jürgen von Ameln, Randolf Fischer oder Peter-Heinz Schillings.

Übrigens, Ex-Wimbledon-Sieger Jarryd hat einen großen sportlichen Wunsch auf seiner Rechnung: erstmals deutscher Mannschaftsmeister werden.

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