Zweite Basketball-Bundesliga Pro A: Rhöndorf verliert auch gegen Paderborn

Zweite Basketball-Bundesliga Pro A : Rhöndorf verliert auch gegen Paderborn

Die Dragons Rhöndorf stehen nach fünf Spielen in der zweiten Basketball-Bundesliga Pro A weiterhin mit leeren Händen da. Am Samstagabend verlor die Mannschaft von Trainer Boris Kaminski das Heimspiel gegen die finke Baskets Paderborn mit 65:75 (16:24, 21:18, 15:11, 13:22).

855 Zuschauer sahen eine engagierte Rhöndorfer Mannschaft, der in der zweithöchsten deutschen Basketball-Spielklasse aber noch die Cleverness fehlt, um gegen ein solide agierendes Team als Sieger das Parkett zu verlassen. Unter dem eigenen Korb fehlte die Routine, die Gegner bei abprallenden Bällen geschickt auszuboxen.

Immer wieder erkämpften sich die Baskets aus Paderborn zweite und dritte Chancen in der Rhöndorfer Zone. Am Ende hatte Paderborn 46 Rebounds gesammelt, Rhöndorf 20 Rebounds weniger. "Dass wir den Rebound derartig dominieren, überrascht mich schon, hier haben wir Rhöndorf deutlich stärker erwartet", wunderte sich Paderborns Trainer Uli Naechster.

Vorn fehlte den Dragons Rhöndorf die Cleverness, etliche einfache Korbmöglichkeiten auszunutzen. In der ersten Halbzeit lagen die Hausherren nach einem 5:0-Start lange Zeit deutlich hinten. Der Grund waren unpräzise Abschlüsse in Korbnähe und überhastete Dreipunkt-Würfe. Zudem verteidigte Rhöndorf zu lasch. Der 16:24-Rückstand nach zehn Minuten Spielzeit war die logische Konsequenz aus vielen kleinen Unzulänglichkeiten.

Die Rheinländer kämpften sich aber wieder heran und sorgten für großen Jubel in der Sporthalle am Menzenberg, als Sterling Carter in der 23. Minute einen Dreier einschenkte und Daquan Holiday die 44:42-Führung für Rhöndorf besorgte. Die Drachen hatten das Spiel zwischenzeitlich gedreht und waren entschlossen, das Duell für sich zu entscheiden - auch wenn Paderborn nach 30 Minuten wieder mit 53:51 vorn lag.

Die Rhöndorfer feuerten ihr Team lautstark an. Doch ab der 35. Minute, beim Stande von 60:61, schlichen sich wieder etliche schlechte Entscheidungen und unpräzise Würfe ein. Binnen 60 Sekunden produzierten die Rhöndorfer fünf schwache Aktionen in Folge, während sich Paderborn in der Offensive locker Rebounds pflückte und schnell weitere sieben Punkte zum vorentscheidenden 68:61 erzielte.

"Mit unserem Reboundverhältnis kann man normalerweise kein Spiel gewinnen. Umso erstaunlicher war es, dass wir beinahe die Wende herbeigeführt hätten", erklärte Trainer Boris Kaminski. Am kommenden Samstag spielt der noch sieglose Tabellenvorletzte beim ebenfalls noch sieglosen Tabellenletzten White Wings Hanau in Hessen.

Dragons Rhöndorf: Carter (15 Punkte/3 Dreier), Milovic (5/1), Lodders (8), Frankl-Maus (4), Schönborn (4), Ohuaregbe (1), Davis(11/1), Holiday (17), Wendeler, Tratnjek, Winterhalter.

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