Judoclub: Ordentliches Debüt trotz Niederlage für Godesberger JC

Judoclub : Ordentliches Debüt trotz Niederlage für Godesberger JC

Die Judoka des 1. Godesberger JC versuchen, mit kleinem Etat und jungem Team in der Bundesliga zu bestehen. Nach dem 3:11 gegen den KSC Asahi Spremberg reisen die Bonner am Samstag zum amtierenden deutschen Meister.

Das Debüt des 1. Godesberger JC in der 1. Judo-Bundesliga hatte vom Ergebnis her mit einer 3:11-Niederlage gegen die erfahrenen Judoka des KSC Asahi Spremberg aus dem brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße noch nicht ganz gepasst. Aber was der Club beim Heimkampf organisatorisch auf die Beine stellte, war klasse. Via Internet-TV (sportdeutschland.tv) konnten Judobegeisterte das Geschehen mitverfolgen. Und mit einem gelungenen Rahmenprogramm sorgten die Vereinsverantwortlichen für Qualität.

Keine Frage: Was der GJC binnen drei Jahren geschafft hat, ist bemerkenswert. Der Aufstieg von der Regionalliga in die 2. Liga und jetzt in Deutschlands Eliteklasse war rasant. „Es braucht viel Idealismus, treue Sponsoren und viele helfende Hände, um so etwas zu stemmen“, weiß Pressesprecher Reinmar Götz, dessen Sohn Kilian ein aufstrebendes Talent in der deutschen Judoszene ist und beim GJC in der Bundesliga mitmischt.

Die Verantwortlichen sind sich der Tatsache bewusst, dass es mit einem so jungen Kader in der Gruppe Nord nicht leicht wird, die Klasse zu halten – zwei Teams steigen ab. Andere Clubs verfügen über einen weit höheren Etat als die Godesberger, bei denen er sich im unteren fünfstelligen Bereich bewegt. Die Truppe von Trainer Florin Petrehele muss versuchen, gegen Leverkusen, Walheim und Bottrop zu gewinnen. Dann sieht es gut mit dem Klassenerhalt aus.

Am kommenden Samstag (17 Uhr) gibt es für die Godesberger allerdings wohl nichts zu holen, wenn die Rheinländer beim amtierenden deutschen Meister und Topfavoriten Hamburger Judo Team antreten. Die Hamburger starteten mit einem 14:0 gegen den UJKC Potsdam und werden auch gegen die Bonner einen Kantersieg einfahren. „Wenn wir ein Duell gewinnen und einen Ehrenpunkt holen könnten, wäre dies schon ein Erfolg“, erklärt GJC-Judoka Devin Waldenburg, der beim Beueler Judo Club beheimatet ist und in der Bundesliga für Godesberg startet.

Er zeigte gegen Spremberg eine starke Leistung und dominierte seine Gegner, verlor aber im Golden Score. „Wir werden sicher Lehrgeld bezahlen, weil das Niveau in der 1. Liga hoch ist. Ist man zu ungestüm oder eine halbe Sekunde schlecht positioniert, nutzen das erfahrene Gegner sofort aus“, unterstreicht Reinmar Götz. Durch die Regeländerung, dass zwei Waza-ari das direkte Kampfende bedeuten, kann man sich in der vierminütigen Kampfzeit keine Unachtsamkeit leisten.

Am 5. Mai könnten dann aber die ersten Punkte auf das Bundesligakonto des GJC fließen, wenn die Bonner am dritten Kampftag zu Hause auf Hertha Walheim treffen. Walheim gewann zum Auftakt in Leverkusen mit 9:5.

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