Basball-Bundesliga: Nach 18 Jahren stehen die Bonn Capitals wieder im Finale

Basball-Bundesliga : Nach 18 Jahren stehen die Bonn Capitals wieder im Finale

Die Bonn Capitals können vom Titel träumen. Nach dem Halbfinalsieg in Haar wartet für den Baseball-Bundesligisten nun im Endspiel Heidenheim.

Riesenjubel beim Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals: Nach einer langen Durststrecke von 18 Jahren steht der Nordmeister der laufenden Saison im Finale um die deutsche Meisterschaft. Gegner sind am kommenden Wochenende die Heidenheim Heideköpfe, die sich in der Best-of-five-Serie des Halbfinales mit 3:2 gegen die Mainz Athletics durchsetzten.

Auch für die Bonn Capitals kam es wie erwartet zum Showdown im fünften und entscheidenden Spiel gegen die Haar Disciples, nachdem es nach jeweils zwei Siegen für jede Mannschaft 2:2-Unentschieden gestanden hatte. In einem hochklassigen Match setzte sich die Mannschaft von Spielertrainer Bradley Roper-Hubbert schließlich mit 5:2 durch. „18 Jahre Warten sind eine lange Zeit. Umso glücklicher sind wir, dass wir das Finale endlich erreicht haben“, meinte der Capitals-Vorsitzende Udo Schmitz.

Spiel drei hatten die Capitals mit 1:0 gewonnen. Das vierte Duell ging dann mit 3:0 an die Gastgeber. Die ersten beiden Matches waren mit einer Siegteilung zu Ende gegangen. Am frühen Sonntagabend war die Spannung für die zahlreichen mitgereisten Fans der Capitals kaum noch auszuhalten. Schließlich trafen die Bonner in der zweiten Hälfte des Spiels die entscheidenden Hits und stehen nun im Endspiel. Taktisch war der Plan der Capitals aufgegangen. Für das fünfte Spiel konnten alle drei Nationalmannschaftswerfer – Sascha Koch, Maurice Wilhelm und Max Schmitz – geschont werden. Im vierten Spiel warfen Wilson Lee und Eric Brenk.

Zunächst hatten die Disciples im entscheidenden fünften Duell den besseren Start und gingen im dritten Inning mit 1:0 in Führung. Die glichen die Capitals im fünften Inning durch einen Run von Danny Lankhorst aus. Beide Pitcher, Lukas Steinlein und Sascha Koch, hatten die Sache gut im Griff. Im siebten Inning starteten die Capitals durch. Jan Jacob, Eric Brenk und Roper-Hubbert erliefen drei Runs zum 4:1. Es blieb dennoch spannend, weil Haar postwendend auf 4:2 herankam. Doch mit einem weiteren Run durch Eddie Stommel war der Sieg fast sicher. Max Schmitz auf dem Mound warf ihn dann nach Hause.

Die Chance auf den Einzug ins Finale hatten sich die Capitals in einem ebenfalls sehr spannenden dritten Spiel am Samstag gesichert. Erwartet worden war auf Seiten der Gäste eigentlich eine klare Angelegenheit, aber Haars Pitcher Kevin Trisl zeigte sich im Vergleich zur Vorwoche klar verbessert. Dennoch begann Bonns Offensive gleich mit besetzten Bases – ohne dass Punkte dabei herausgesprungen wären. Acht Hits schlugen die Capitals im weiteren Verlauf, doch ein zählbarer Erfolg blieb aus. Offensiv wussten einmal mehr Chris Goebel und Roper-Hubbert zu gefallen.

Die bis dahin eher magere Ausbeute auf der Angriffsseite kompensierte der stark spielende Markus Solbach auf dem Wurfhügel. Der 25-Jährige hatte die Disciples jederzeit unter Kontrolle. Lediglich zwei Hits ließ der Nationalspieler zu. Und so blieb es beim Spielstand von 0:0 weiter spannend – bis hinein ins zehnte Extra-Inning. Da bliesen die Capitals nochmals zum Angriff und hatten gleich wieder alle Bases besetzt. Die Entscheidung leitete dann Haars Pitcher Nate Thomas ein. Er traf Daniel Lamb-Hunt mit dem Ball, so dass alle Bonner einen vorrücken durften und Eric Brenk den Punkt zum 1:0 in aller Seelenruhe machen konnte. Die Chance auf weitere Punkte verpassten die Capitals. Doch es reichte auch so: Markus Solbach warf ein Ten-Inning-Shutout, ließ dabei also bei 123 Würfen und elf Strikeouts keine Punkte für den Gegner zu.

Im vierten Spiel hatten die Capitals keine Chance gegen den Bundesliga-Toppitcher Ryan Bollinger. Lediglich vier Hits gelangen den Gästen, kein Punkt bei elf Strikeouts von Bollinger. So ging das Spiel 0:3 verloren.

Am Wochenende finden dann die ersten beiden Spiele der Finalserie in Heidenheim statt. Spiel drei und vier folgen eine Woche später in Bonn. Wiederum eine Woche später ist ein mögliches fünftes Spiel in Heidenheim terminiert.

Mehr von GA BONN