1:4-Niederlage in Augsburg: Kölner Haie rutschen aus den Playoff-Rängen

1:4-Niederlage in Augsburg : Kölner Haie rutschen aus den Playoff-Rängen

Durch eine 1:4-Niederlage bei den Augsburger Panthern sind die Kölner Haie auf Platz elf und aus den Playoff-Rängen gerutscht.

Der Plan war ein anderer. Eigentlich wollte Trainer Peter Draisaitl mit seinem Team am Wochenende auf der Bayernreise an die oberen Tabellenplätze „andocken“. Nach der 0:6-Klatsche am Freitag in Ingolstadt und dem 1:4 (1:1, 0:2, 0:1) am Sonntagabend bei den Augsburger Panthern haben die Kölner Haie aber genau am anderen Ende der Tabelle der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ihren Platz gefunden. Vor dem Nachholspiel am Dienstag gegen Krefeld (19.30 Uhr, Lanxess Arena) sind die Kölner auf Platz elf und aus den Playoff-Rängen gerutscht.

„Eine Reaktion zeigen“, hatten die Haie nach der Pleite von Ingolstadt als Motto ausgegeben. Peter Draisaitl wirbelte dafür seine Aufstellung durcheinander. Der zuletzt verletzte Fabio Pfohl feierte sein Comeback als Mittelstürmer der ersten Sturmreihe. Austin Madaisky durfte deshalb wieder als Verteidiger ran, Alexander Sulzer musste auf die Tribüne. Außerdem feierte wie angekündigt Hannibal Weitzmann im Tor seine DEL-Premiere.

Ein Debüt, das unglücklich begann. In der vierten Minute ließ der 23-Jährige einen Schuss prallen, Drew LeBlanc war schneller als KEC-Verteidiger Dominik Tiffels und schon stand es 1:0 für Augsburg. Immerhin ließ sich Weitzmann von seinem Lapsus nicht negativ beeinflussen. Was auch nötig war, denn die Panther blieben das gefährlichere Team. Das zweite Tor aber erzielten die Haie. Lucas Dumont erzielte auf Vorarbeit von Alexander Oblinger und Corey Potter sein drittes Saisontor (16.). Ein Treffer, der aber auch dem Dilemma der Kölner an diesem Wochenende Ausdruck verlieh. Die Reihe mit Dumont, Oblinger und Kai Hospelt war schon in Ingolstadt die beste. Kein gutes Zeichen, wenn die vierte Formation die größte Gefahr heraufbeschwört.

War das erste Drittel aus Sicht der Haie noch okay, brach im zweiten Abschnitt das Unheil über sie herein. Das Draisaitl-Team nahm sich mit zu vielen Strafen selbst den offensiven Rhythmus und kassierte durch Matt White (30.) und Matt Fraser (32.) die beiden vorentscheidenden Gegentreffer. Beide Tore gingen auf die Kappe von Steve Pinizzotto, der zunächst White aus den Augen ließ und vor dem 1:3 die Scheibe verlor.

Die Haie, bei denen Kapitän Moritz im 800. DEL-Spiel für den KEC ein trauriges Jubiläum feierte, fanden trotz drei Überzahlspielen im Schlussdrittel keine Antwort mehr. Stattdessen traf Scott Valentine noch zum 4:1 ins leere Kölner Tor (59.). „Wir haben ein super Mannschaftsgefüge. Aber wir müssen es auch auf dem Eis zeigen“, sagte Alex Oblinger frustriert.

Köln: Weitzmann, Wesslau (backup); Müller, Ellis; Viklund, Tiffels; Zerressen, Potter; Madaisky; Hanowski, Pfohl, Akeson; Pinizzotto, Genoway, Schütz; Uvira, Zalewski, Jones; Dumont, Hospelt, Oblinger. – SR.: Bauer/Wiegand. – Zuschauer: 5575. – Tore: 1:0 LeBlanc (3:46), 1:1 Dumont (15:26/Potter, Oblinger), 2:1 White (29:06), 3:1 Fraser (31:48), 4:1 Valentine (58:06/ENG). – Strafminuten: Augsburg 12; Köln 12.

Mehr von GA BONN