Kaum noch Play-off-Chancen für Bonner Baseballer

Kaum noch Play-off-Chancen für Bonner Baseballer

Capitals müssen in Hamburg mit Siegteilung zufrieden sein

Bonn. (hto) Mit einer Siegteilung bei den Hamburg Stealers haben die Bonn Capitals die große Chance vergeben, einer der vier Play-off-Plätze in der Baseball-Bundesliga zu erreichen. Nach einer 3:4-Niederlage im ersten Match gewannen die Gäste Spiel Nummer zwei mit 8:7.

Zwar bleibt das Team von Chefcoach Mathias Winterrath Tabellenvierter, aber nur bei einem Sieg im Nachholspiel am kommenden Wochenende in der Rheinaue gegen den Tabellenführer Solingen Alligators wäre die Teilnahme an den Play-offs um den deutschen Meistertitel gesichert.

Die Dortmund Wanderers könnten sich im Falle einer Bonner Niederlage gegen Solingen aufgrund des besseren direkten Vergleiches vor den Capitals platzieren. Der dritte Konkurrent um die Plätze drei und vier, die Cologne Cardinals, müsste schon alle seine noch ausstehenden Partien verlieren, um hinter die Caps zurückzufallen.

Dabei waren die Bonner voller Zuversicht an die Alster gereist, was in erster Linie an Nationalpitcher Tim Henkenjohann lag, der sich rechtzeitig zum Saisonfinale wieder einsatzbereit gemeldet hatte.

Obwohl die Hanseaten gegen den Nationalspieler durch Thomas Riedners Schlag im dritten Inning mit 2:0 in Führung gingen, war es die Bonner Offensive, die den Rückstand verursachte. Auf der anderen Seite hatte Pitcher Marcel Brede die Caps bis zum achten Durchgang fest im Griff.

Erst danach gelang der 1:2-Anschluss nach einem Walk für Riccardo Miggliore. Als dann Marc Marsch wenig später per Single die 3:2-Führung für die Capitals erzielen konnte, schien die Bonner Rechnung doch noch aufzugehen.

Im letzten Inning fehlte den Gästen lediglich noch ein Aus zum Sieg. Aber dann schwächelte Henkenjohann, und Caps-Coach Winterrath brachte Mirko Heid. Eine Maßnahme, die nicht griff, denn nach dem 3:3-Ausgleich gelang Benjamin Dunish mit einem Basehit das entscheidende 4:3.

Um die letzte Chance auf eine Play-off-Teilnahme zu wahren, musste nun unbedingt die zweite Partie gewonnen werden. Aber die Enttäuschung über das verlorene erste Spiel saß zunächst tief. Relativ mühelos zogen die Stealers gegen Bonns Werfer Martin Amparo und dann Marcel Penger bis auf 6:2 davon.

Gute Schläge von Lennart Weller, Marc Marsch und Thomas Hoffmann führten im siebten Inning noch einmal zum 6:6-Ausgleich. Die Entscheidung fiel dann in der Verlängerung: Michael Ullrich und Marc Marsch sorgten bei voll besetzten Bases für das 8:6. Den Gastgebern gelang lediglich noch der Anschlusspunkt.

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