HSV Troisdorf wirft endgültig das Handtuch

HSV Troisdorf wirft endgültig das Handtuch

Handball-Landesligist zieht seine Männermannschaft zurück

Troisdorf. Der HSV Troisdorf hat seine Männermannschaft vom Spielbetrieb in der Handball-Landesliga zurückgezogen und gilt somit als erster Absteiger in die Kreisliga. Damit zog der Verein die Konsequenzen aus der lang anhaltenden Verletzungsmisere. Für das samstägliche Spiel beim MTVD Köln standen Trainer Rainer Dohr nach dem Abschlusstraining nur noch vier Spieler zur Verfügung. Die Verletztenliste umfasste mittlerweile zehn Spieler, nachdem sich auch Thomas Müller verletzt abmeldete. "Es ist traurig, aber was sollen wir noch tun. Wir haben im Verein alle Ressourcen ausgeschöpft. Jetzt geht es nicht mehr", gestand Männerwart Hans Bahn, der am Freitag offiziell das Kapitel Landesliga schließen musste.

Nach neun Spielen ohne Sieg, die den HSV bis ans Tabellenende abrutschen ließen, blieb dem Verein keine andere Wahl als die Kapitulation, da kurzfristig keiner der Verletzten wieder einsatzfähig werden wird und die unteren Mannschaften die Ausfälle nicht mehr kompensieren konnten. "Gegenüber den anderen Mannschaften in der Liga wäre es nicht fair gewesen, denn wir hätten wohl jedes Spiel verloren", so Bahn.

Nun will der HSV einen Neuanfang wagen. Schon in den nächsten Tagen beginnen die Gespräche und Planungen für die kommende Saison in der Kreisliga. Der Rückzug des HSV hat natürlich Auswirkungen auf den weiteren Ablauf in der Meisterschaftsrunde der Landesliga. Die bisherigen Spiele der Troisdorfer werden aus der Wertung genommen, alle noch anstehenden Spiele vom Spielplan gestrichen. Danach ergibt sich eine neue Tabelle. Die verbleibenden elf Mannschaften, darunter der Poppelsdorfer HV und die HSG Siebengebirge-Thomasberg II, spielen nur noch einen direkten Absteiger in die Kreisliga aus.

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