Handball-Regionalliga: HSG Siebengebirge hält die Klasse

Handball-Regionalliga : HSG Siebengebirge hält die Klasse

Die HSG Siebengebirge wird auch in der kommenden Saison in der Regionalliga spielen. Die HSG setzte sich gegen den TV Jahn Wahn durch und sicherte damit den Klassenerhalt.

Drei Minuten vor dem Spielende erhoben sich die gut 700 Zuschauer am Sonnenhügel von ihren Sitzen, um Timo Adeyemi, den Torhüter der Regionalliga-Handballer der HSG Siebengebirge, nach seiner Auswechslung zu feiern. Adeyemi zeigte nicht nur eine hervorragende Leistung, sondern wurde im Vorfeld der Begegnung der HSG gegen den TV Jahn Wahn verabschiedet. Nach 16 Jahren im Siebengebirge beendet er seine sportliche Laufbahn.

Zu diesem Zeitpunkt war die Regionalliga-Begegnung zwischen der HSG und Wahn freilich bereits entschieden. Am Ende stand ein verdienter 33:26 (12:11)-Erfolg der Gastgeber auf der Anzeigetafel. Mit diesem Sieg beseitigten die Grün-Blauen nicht nur die letzten Zweifel am Klassenerhalt, sondern überholten die Gäste aus Wahn sogar noch und belegen in der Endabrechnung nun den neunten Tabellenplatz.

Die HSG begann konzentriert und konnte sich nach ausgeglichenem Beginn beim Stand von 7:4 erstmals leicht absetzen. Bis zur 25. Minute hatte die Führung Bestand (11:8), doch Wahn schaffte noch einmal den Ausgleich zum 11:11. „Leider haben wir es vor der Pause versäumt, für eine deutlichere Führung zu sorgen, weil wir alleine drei Strafwürfe vergeben haben“, haderte Siebengebirges Trainer Sebastian Hoffmann im ersten Spielabschnitt mit der Chancenverwertung, lobte aber zugleich das leidenschaftliche und kompromisslose Abwehrverhalten seiner Schützlinge.

Schon zur Pause war eine höhere Führung möglich

Bjarne Steinhaus sorgte nach dem Seitenwechsel mit fünf Treffern bis zur 38. Minute dann sozusagen im Alleingang dafür, dass die Grün-Blauen mit 17:13 in Front zogen. Die Gäste konnten lediglich in Person ihrer beiden Haupttorschützen Manuel Surlemont und Alexander Senden einigermaßen dagegenhalten, sodass Wahn bis zum 22:19 (46. Minute) noch in Schlagdistanz blieb. Sechs Treffer innerhalb von nur fünf Minuten zum 28:19 brachten die HSG dann jedoch endgültig auf die Siegerstraße. In den letzten Minuten der Begegnung gelang den Gästen lediglich noch ein bisschen Ergebniskosmetik.

„Wir sind alle erleichtert und glücklich, dass die Mission Klassenerhalt geglückt ist. Die Mannschaft hat in dieser Saison einige Rückschläge verkraften müssen, hat mit 15:11 Punkten aber eine tolle Rückrunde gespielt. Meine Spieler haben bewiesen, dass sie sehr wohl in diese Liga gehören“, zog Hoffmann nach Spielende sein Fazit. Er und sein Trainerkollege Jamal Naji übergeben den Staffelstab nun an den neuen Übungsleiter Werner Klöckner, der die Geschicke der Mannschaft ab der Vorbereitung auf die kommende Spielzeit leiten wird.

Dann wird Rückraumspieler Tom Tebbe nicht mehr zum Kader der Siebengebirgler gehören. Er kann aus beruflichen Gründen den Zeitaufwand nicht mehr betreiben und wird daher in der kommenden Spielzeit die eigene Zweitvertretung in der Verbandsliga verstärken.

HSG Siebengebirge: Adeyemi (1 Tor), Schultze (beide Tor), Steinhaus (9/4), Stöcker, O. Dziendziol (2/1), Hayer, Schulz (2), Marc Nahry (1), Willcke (8/1), Tebbe, Kirfel (3), Kreutz (5), Willmann (1), Grunwald (1).

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