Henkenjohann feiert Comeback bei Bonn Capitals

Henkenjohann feiert Comeback bei Bonn Capitals

Rückkehr des Pitchers stärkt das Team - Caps fahren zwei Siege gegen Hannover ein

Bonn. (hto) Wie ein Staatsgeheimnis hatte Baseball-Bundesligist Bonn Capitals das mögliche Comeback des lange verletzten und vermissten Pitchers Tim Henkenjohann gehütet. Die Überraschung war groß, als der Nationalspieler am Samstag gegen die Hannover Regents auf dem Wurfhügel auftauchte.

Nach den beiden Niederlagen bei Aufsteiger Dortmund hatte Mathias Winterrath, der Chefcoach der Capitals, nach einer Möglichkeit gesucht, sein Team aus dem emotionalen Tal herauszuführen. Der Plan ging auf, denn bei den 4:1- und 11:2-Siegen gegen die Niedersachsen sorgte Henkenjohann für die zuletzt vermisste Stabilität in der Defensive.

"Wir haben uns am Donnerstagabend kurzgeschlossen und uns zu Henkenjohanns Einsatz entschlossen", erklärte Winterrath. Der Pitcher, der sich vor der Saison die Hand gebrochen hatte, hatte erst kürzlich wieder mit dem Wurftraining begonnen und seinem Coach grünes Licht gegeben.

"Es ist ein gutes Gefühl, endlich wieder mit der Mannschaft zu spielen", meinte Henkenjohann. Als hätte er nie gefehlt, dominierte der Nationalspieler die gegnerischen Schlagmänner. Am Ende verzeichnete die Statistik elf Strikeouts. Der einzige Run der Gäste resultierte aus einem Feldspielfehler.

Beflügelt von der Rückkehr ihrer Nummer 1, gingen die Caps bereits im ersten Abschnitt durch Michael Ullrich mit 1:0 in Führung. Den zwischenzeitlichen Ausgleich beantwortete Adrian Stommel im zweiten Inning mit dem 2:1. Das 3:1 für die Caps ging auf das Konto von Lennart Weller, der Ullrich nach Hause schlug.

Den Endstand von 4:1 markierten die Gastgeber erneut durch Ullrich nach einem Single von Marc Marsch schon im fünften Durchgang. Allein achtmal brachten die Caps während des Spiels Läufer in aussichtsreiche Position, ohne dass diese allerdings punkten konnten.

Die zweite Partie war geprägt von einer unfreiwillig spendablen Feldverteidigung der Gäste, die reichlich Geschenke verteilte. Die ersten beiden Runs der Capitals gingen auf das Konto der Regents-Defense. Michael Ullrich und Marc Marsch bedankten sich.

Das Bonner 3:0 resultierte dann aber aus einem guten Schlag John Marschalls. Nachdem Hannover im dritten Abschnitt verkürzte hatte, legten die Caps mit Simon Falke, Adrian Stommel und erneut Marsch bis zum fünften Inning drei weitere Runs zum 6:1 nach.

Richtig laut wurde es im Stadion Rheinaue im sechsen Durchgang, als Thomas Hoffmann einen Ball in die äußerste Ecke des Spielfelds beförderte. Drei Mitspieler (Marsch, Weller und Falke) erreichten die Homebase, und Hoffmann konnte sich ein seltenes Triple gutschreiben lassen.

Die beiden Schlusspunkte zum 11:2 setzten Jan Jacob und Falke mit einem Single. In zwei Wochen stehen die Spiele bei den Hamburg Stealers auf dem Programm. Mit Henkenjohann könnte der Kampf um die Play-off-Plätze aus Sicht der Capitals doch noch ein gutes Ende nehmen.

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