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Debüt im Nationalteam: Haie-Verteidiger Björn Krupp ging bei Vater Uwe in die Lehre

Debüt im Nationalteam : Haie-Verteidiger Björn Krupp ging bei Vater Uwe in die Lehre

Die Kölner Haie behaupten sich weiter an der Tabellenspitze der Deutschen Eishockey Liga, mit einer starken Abwehrleistung holten sie am Wochenende binnen 48 Stunden sechs Punkte gegen Straubing und Ingolstadt.

Beide Torhüter wurden eingesetzt und mussten insgesamt nur ein einziges Gegentor hinnehmen. "Wir hatten zuletzt eine Ergebniskrise und haben dann kleine Dinge wieder besser gemacht", sagt Youri Ziffzer, der genauso wie Danny Aus den Birken eine überragende Torhüter-Statistik vorweisen kann und gegen Straubing starke Paraden zeigte. "Wenn man keine gute Statistik hat, sagt man gerne, dass nur die Siege zählen", sagt Ziffzer. "Das ist natürlich sowieso immer der Fall, aber wenn man selbst gute Zahlen beisteuern kann, zeigt es, dass man der Mannschaft helfen konnte."

Die Tabellenführung ist für die Haie wichtig, denn sie wollen sich sportlich für die neu geschaffene Champions League qualifizieren. Dies könnten sie mit dem ersten Platz nach der Vorrunde schaffen. Zusätzlicher Druck für das Team? "Darüber haben wir bisher noch gar nicht richtig geredet", räumt Ziffzer ein.

Stark waren wieder einmal auch die jungen Spieler, allen voran der vierte Sturm mit Marcel Ohmann, Rok Ticar und Philip Riefers. Bundestrainer Pat Cortina blieb die gute Entwicklung in Köln nicht verborgen, er berief Ohmann und Riefers erstmals in den Kader der Nationalmannschaft für zwei Testspiele am Dienstag gegen Lettland und Mittwoch in Herne und Essen. Ein weiterer Debütant aus Köln ist Trainersohn Björn Krupp. Der 22-Jährige ähnelt seinem bekannten Vater optisch und vom Bewegungsablauf, auch wenn er mit 191 Zentimetern Körpergröße etwas kleiner ist als sein Vorbild. Björn Krupp ist wie einst sein Vater Abwehrspieler und dabei hauptsächlich defensiv ausgerichtet. Er bietet solide, fehlerfreie Arbeit vor dem eigenen Tor. Einfach und effektiv. "Das wollen wir von ihm auch auf dem internationalen Niveau sehen", sagt der Bundestrainer.

Björn Krupp wurde in Nordamerika ausgebildet, als sein Vater dort Profi war. Als Uwe Krupp vor drei Jahren Trainer in Köln wurde, folgte sein mittlerweile erwachsener Sohn an den Rhein und muss sich seitdem als Profi beweisen, was als Trainersohn nicht immer leicht ist. Ein Vorteil ist die familiäre Bindung nicht notwendigerweise. "Er war schon einmal mein Trainer, als ich noch ein Junge war", blickt Björn Krupp zurück. "Nach einem Fehlpass ließ er mich dann schon mal auf der Bank schmoren, um den Eltern der anderen Kinder zu zeigen, dass ich nicht bevorzugt werde."

Bei den Haien wird der Filius vom Coach so behandelt, wie jeder andere Spieler. Wenn Vater und Sohn dann privat zusammenkommen, sprechen sie Englisch miteinander. "Ich kam als Junge zu meinem Vater nach Amerika und sprach kein Englisch", sagt Björn. "Die Lehrer in der Schule rieten uns, so viel wie möglich auch privat Englisch zu sprechen. Das haben wir befolgt, und dabei ist es bis heute geblieben."