0:6-Niederlage: Haie gehen in Bremerhaven unter

0:6-Niederlage : Haie gehen in Bremerhaven unter

Die Kölner Haie erlebten in ihrem letzten Spiel des Jahres in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) ein Debakel. Bei den Fishtown Pinguins in Bremerhaven gingen sie mit 0:6 (0:4/0:2/0:0) unter, lagen nach nicht einmal zehn Minuten bereits mit 0:4 zurück.

Für die mehr als 600 per Sonderzug angereisten Kölner Fans war es ein trauriger Jahresabschluss. Kölns zweiter Torhüter Daniar Dshunussow kam zu seinem zweiten Einsatz in dieser Saison, Gustaf Wesslau sollte sich vor den beiden Schlagerspielen gegen Red Bull München am Neujahrstag (auswärts) und am kommenden Dienstag (in Köln) ausruhen, doch dazu kam es nicht.

Der von seinem Trainer mit wenig Spielpraxis gesegnete Dshunussow wurde kalt erwischt, schon nach 59 Sekunden kassierte er das 0:1 durch einen verdeckten Schuss von Jordan Owens, der von Cory Quirk mit dem Schlittschuh abgefälscht wurde. Es kam noch dicker für den Kölner Schlussmann, in der 3. Minute fiel direkt das 2:0 durch Mike Hoeffel, mit dem nächsten guten Angriff trafen die Gastgeber mit Ross Mauermann sogar zum 3:0, da waren erst fünf Minuten gespielt. Damit war Dshnussows Einsatz beendet, Wesslau musste für ihn ins Tor.

Trainer Cory Clouston hatte auf die Frage, ob sein zweiter Torhüter mehr Spielpraxis brauche, vor einiger Zeit geantwortet, dass man mit beiden Goalies intensiv im Training arbeite und die Spielpraxis nicht so wichtig sei. Vielleicht wird er Dshunussow vor den Playoffs nun doch mehr Einsätze geben, der 30-jährige ist ein erfahrener Profi, auf den man bauen kann.Die euphorisierten Gastgeber waren nicht so schnell zu stoppen und gingen nach nicht einmal zehn Minuten sogar mit 4:0 durch Jack Combs in Führung. In der 13. Minute hatte Kai Hospelt endlich eine Chance für Köln, traf aber nur den Pfosten.

„Daniar Dshunussow arbeitet das ganze Jahr über hart für uns und dann lassen wir ihn hier dermaßen im Stich“, nahm Hospelt seinen Ersatz-Goalie in Schutz. „Wir stehen hinten viel zu schlecht und müssen in den nächsten Dritteln vieles besser machen, um wieder ins Spiel zu kommen.“Hospelts Haie kamen gut aus der Kabine, gleich zu Beginn des zweiten Abschnitts stocherte Patrick Hager die Scheibe nach einem Abwehrfehler der Gastgeber ins Tor, bekam dafür zu seiner Überraschung aber eine Strafe aufgebrummt. Wenn es nicht läuft, dann läuft es nicht. Stattdessen machte Bremerhaven mit breiter Brust und einem schönen Spielzug das 5:0 durch Jeremy Welsh (28.).

Eine Minute später rollte der nächste Angriff auf das Kölner Tor, Christian Ehrhoff griff zu unfairen Mitteln und es gab einen Penalty für Bremerhaven Brock Hooton lief an, wollte Wesslau mit einem Trick abzocken, aber der Schwede wehrte ab. Die Leidenszeit der Kölner Fans war noch nicht vorüber, Wesslau musste noch mehrere Male in höchster Gefahr retten, aber alles konnte auch er nicht verhindern. In der 35. Minute überwand Combs ihn zum 6:0. Bei Bremerhaven klappte am Freitagabend alles, bei den Haien gar nichts.

Im letzten Drittel sicherten sich die Pinguins noch den Shutout für ihren Torhüter Gerald Kuhn. Nun können die Spieler die Schmach am Silvesterabend hinunterspülen und schon am Neujahrstag in München wieder gut machen. Im Eishockey geht es immer sehr schnell wieder weiter.

Köln: Dshunussow, Ehrhoff, Potter, Gogulla, Hager, JonesZerressen, Lalonde, Reinhart, Hospelt, SalmonssonEriksson, Müller, Byers, Mulock, KrämmerSulzer, Ohmann, Latta, BoucherTore: 1:0 (0:59) Owens (Quirk/Bergman), 2:0 (02:26) Hoeffel (Dejdar), 3:0 (04:47) Mauermann (George/Lampl), 4:0 (09:34) Combs (Welsh/Bordson), 5:0 (27:12) Welsh (Dejdar/Combs)Strafminuten: Bremerhaven 14+10 Lampl, Köln 16+10 ByersZuschauer: 4.647Schiedsrichter: Piechaczek, Iwert