Baseball-Bundesliga: Für Bonn Capitals sind zwei klare Erfolge Pflicht

Baseball-Bundesliga : Für Bonn Capitals sind zwei klare Erfolge Pflicht

In der Baseball-Bundesliga treffen die Bonn Capitals am Sonntag in der Rheinaue in zwei Spielen auf das Schlusslicht Bremen Dockers. Zwei Siege sind in den Partien fest eingeplant.

Mit den beiden Spielen gegen die Bremen Dockers am Sonntag (13 und 16 Uhr) im Stadion Rheinaue endet für den Baseball-Bundesligisten Bonn Capitals die reguläre Saison, bevor es mit den Playoffs um die deutsche Meisterschaft weitergeht. Alles andere als zwei klare Siege gegen das Schlusslicht käme einer sportlichen Sensation gleich. Für die strapazierten Spieler des deutschen Meisters sollte es also ein lockerer Abschluss der Normalrunde werden.

Am Montagmorgen gegen 3 Uhr kehrte das Bonner Team vom Champions Cup aus Bologna zurück. Mit dem sechsten Platz haben die Capitals dem deutschen Vertreter den Platz auch für das nächste Jahr gesichert. Da Heidenheim zeitgleich den mit der Europa League im Fußball vergleichbaren CEB Cup gewann, dürfen sogar zwei deutsche Teams beim Champions Cup 2020 starten.

Zurück in der Bundesliga, dürfte Bremen für die Capitals kein großer Prüfstein werden. 30:0 und 24:0 hieß es in den beiden Hinspielen für die Bonner. Die Bremer haben andere Ziele, kämpfen mit den Wesseling Vermins gegen den Abstieg – und haben derzeit einen Sieg mehr auf dem Konto. Die Partien am Sonntag sind für die Capitals eine gute Gelegenheit, sich offensiv Selbstvertrauen zu holen und in der Defensive das eine oder andere zu probieren. Gut vorstellbar, dass Sascha Koch einige Innings pitchen wird. Nach seiner langen Verletzungspause hatte er in Italien einen ersten kurzen Einsatz. Der Nationalspieler soll sich langsam an seine alte Form herantasten.

Im Viertelfinale wohl gegen Regensburg

Mit Wilson Lee, Maurice Wilhelm und Danny Lankhorst landeten in Italien gleich drei Bonner unter den Top-Schlagleuten des Turniers. Daniel Lamb-Hunt durfte dagegen aufgrund der Ausländerregelung in Bologna nicht spielen, dürfte aber umso motivierter gegen Bremen zu Werke gehen. Im Hinspiel trugen sich fast alle Spieler des deutschen Meisters in die diversen Statistiken ein. Allen voran Lee, Wilhelm, Lamb-Hunt und Eric Brenk, der allerdings in den Rückspielen verletzt fehlt. Der Bonner Shortstop hatte sich im Spiel gegen Köln die rechte Schlag- und Wurfhand gebrochen.

Bis zu den Playoffs sollen alle Akteure allerdings wieder an Bord sein. Wenn alles wie erwartet läuft, dürften die Capitals vor der K.o.-Runde Tabellenplatz drei belegen. Solingen auf Rang eins (gegen Wesseling) und Paderborn als Zweiter (gegen Köln) haben ebenfalls lösbare Aufgaben vor sich und zudem eine Niederlage weniger auf dem Konto als die Bonner. Als Tabellendritter trifft der deutsche Meister dann im Viertelfinale aller Voraussicht nach auf Regensburg, sofern die Legionäre ihren zweiten Platz im Süden halten.

Die erste Playoff-Runde wird am 29./30. Juni und 6./7. Juli im Modus „best of five“ gespielt. Die Capitals müssten dann zuerst auswärts antreten. Für Bonns Headcoach Alex Derhak richtet sich der Blick deshalb schon über die beiden Spiele gegen Bremen hinaus. Denn die Erfahrungen der letzten Saison haben gezeigt, dass jeder Gegner aus dem Süden eine harte Nuss ist. Gegen Regensburg gab es 2018 das denkwürdige 19-Inning-Spiel im Halbfinale. „So viel Dramatik muss diesmal nicht sein“, meint Derhak.

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