GA-Serie: Vorbereitung für Bonner Marathon: Es läuft und hakt in der Vorbereitung

GA-Serie: Vorbereitung für Bonner Marathon : Es läuft und hakt in der Vorbereitung

Der GA macht Leser fit für den Bonn-Marathon. Die Teilnehmer testen die Bestzeiten beim Zehn-Kilometer-Wettkampf.

Dreckverschmiert und durchnässt, aber in guter Laune, präsentierten sich zwei Teilnehmer der Aktion „GA macht Leser fit für den Marathon“ nach ihrem Zehn-Kilometer-Test-Wettkampf in Köln-Porz. Der Zwei-Runden-Kurs im Erholungsgebiet Leidenhausen war zwar mit Pfützen übersäht, die weitgehend flache Strecke erlaubte Lars Krüger aber eine persönliche Bestzeit: Nach 39:45 Minuten blieb die Uhr für den 34-Jährigen stehen. Krüger lief mit einem Dauergrinsen durchs Ziel.

„Der Trainingsplan greift“, freute sich der Bonner über sein Ergebnis. Seine bisherige Zehner-Zeit lag bei 41 Minuten und das ursprüngliche Marathon-Ziel bei 3:30 Stunden. Aus aktueller Sicht der Dinge schätzt Trainer Thomas Eickmann die mögliche Ziel-Zeit jetzt „auf jeden Fall um die 3:10 Stunden“. Das wäre weit weniger als ursprünglich erwartet.

Zufrieden wirkte auch Steffi Wunder. „Bei Kilometer drei machte der Oberschenkel zu und dann ging auch noch der Schuh auf“, ärgerte sich die 48-Jährige zunächst ein wenig. Der erste Zwischenfall lässt sich mit den erhöhten Trainingsumfängen erklären, obwohl auch Wunder ihre Laufleistung auf Anweisung von Trainer Thomas Eickmann in der Woche vor dem Testrennen von 80 bis 90 in der Spitze auf 50 Kilometer reduziert hatte. Zwischenfall zwei war schlicht mangelnde Erfahrung. „Doppelschleife ist natürlich Pflicht für jeden Läufer“, dozierte Eickmann – mit einem Augenzwinkern. Für Wunder blieb die Uhr bei 50:10 Minuten stehen – ein Indiz dafür, dass auch ihre Zielzeit von unter vier Stunden für die 42,195-Kilometer-Distanz am 10. April in Bonn realistisch ist.

Für Kristina Reinhard, dritter Marathon-Kandidat unter den „GA macht Leser fit“-Läufern, musste Eickmann den Trainingsplan etwas anpassen. „Sie lag eine Woche komplett flach, daher habe ich ihr geraten, nicht zu starten“, sagt der erfahrene Übungsleiter: „Denn die Gesundheit ist das Allerwichtigste.“ Dennoch liegt Reinhard knapp acht Wochen vor dem Deutsche Post Marathon weiterhin gut im Plan. Eickmann: „Sie darf bloß nicht den Fehler machen, zwischenzeitlich ausgefallene Einheiten zusätzlich zum neuen Plan absolvieren zu wollen.“

Einzig Sorgen bereitet derzeit Thomas Schüller, der für den Halbmarathon gemeldet ist. Die freien Karnevalstage nutzte der 40-Jährige intensiv zum Laufen. Seit Rosenmontag bremst ihn jedoch ein Ermüdungsbruch im Fuß. Die Diagnose hat ihn fast umgeworfen. Aber nur fast, denn aufgeben will Schüller noch lange nicht: „Es hat sich mir ein unglaubliches Netz an Unterstützung und Hilfe aufgetan.“ Ein umgehender Besuch bei Leistungsdiagnostiker Andreas Stommel und die Überweisung zu einem Fach-Orthopäden (selbst Läufer) ebnete ihm den Weg zum Radiologen, der schnell Klarheit über die Verletzung schuf.

Das Training soll jetzt ins Wasser verlegt werden. Mit Aquajogging und Antischwerkraftlaufbandlaufen will Schüller weiter kämpfen, um bis Anfang April fit zu werden. Für die anderen beiden Halbmarathonis läuft es nach Plan. Sabine Wollenweber und Patrick Lützler blieben bislang von Erkrankungen oder Verletzungen verschont. In drei Wochen steht der nächste Härtetest an: Beim Zehn-Kilometer-Lauf „rund um das Bayerkreuz“ will Coach Eickmann am 6. März zumindest fünf seiner sechs Läufer anfeuern.

Anmeldungen für den Marathon auf der Internetseite des Deutschen Post Marathons Bonn.

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