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Elften Lauf zur ADAC GT-Masters: "Endlich wieder auf dem Podium"

Elften Lauf zur ADAC GT-Masters : "Endlich wieder auf dem Podium"

Der Bonner Luca Ludwig und sein israelischer Kollege Alon Day haben beim elften Lauf zur ADAC GT-Masters auf dem Nürburgring den zweiten Platz belegt.

Den zwölften Lauf beendeten sie als Achte. "Endlich war ich wieder auf dem Podium. Das gibt uns allen Auftrieb", freute sich Luca Ludwig über seinen ersten Podestplatz in diesem Jahr.

Auf dem Zakspeed-Mercedes war für ihn und seinen israelischen Teamkollegen der Sieg greifbar nahe. Von der Pole Position gestartet, verbremste sich Alon Day in der ersten Kurve und musste David Jahn (Corvette) und Robert Renauer (Porsche) passieren lassen. Beim Boxenstopp stellte sich die Zakspeed-Truppe geschickter an als das Porsche-Team, so dass sich Ludwig nach dem Fahrerwechsel als Zweiter hinter der Corvette einordnete.

Unstimmigkeiten gab es hinterher dennoch: Die Rennleitung winkte eine Runde zu früh ab. Die karierte Flagge zeigte sie obendrein nicht der Spitze, sondern erst dem Mittelfeld. Das Rennen war laut Sportgesetz jedoch auch für die Spitze mit dem Fallen der Flagge beendet. Pech für Ludwig, der in der vermeintlich letzten Runde die Corvette überholte, sich für einige Minuten als Sieger fühlte, aber tatsächlich nur als Zweiter gewertet wurde. Es siegten David Jahn und Sven Barth (Corvette).

Für das Sonntagsrennen standen die Vorzeichen schlechter: Ludwig ging bei leichtem Regen vom 18. Startplatz aus auf Slicks ins Rennen. Obwohl er sich auf rutschiger Piste sogar einmal drehte, war die Reifenwahl richtig. "In den letzten zehn Minuten meines Stints waren wir schneller als die Konkurrenz auf Regenreifen. Wir haben beim Boxenstopp auch Zeit gespart."

Schlussfahrer Alon Day brachte das Auto als Achter ins Ziel. Es siegten Andreas Wirth und Daniel Keilwitz (Corvette). In der Gesamtwertung führen Kelvin van der Linde und Rene Rast (155 Punkte). Ludwig/Day liegen auf dem 13. Rang (60).

Enttäuschend verlief das Wochenende für das Siegburger Schiller-Team. Fabian Schiller drehte im freien Training die schnellste Runde. Bis zum Qualifying änderten sich die Wetterbedingungen und plötzlich funktionierte das Auto nicht mehr so gut. Für die beiden ersten Läufe musste Schiller mit dem siebten Startplatz vorlieb nehmen. Beide Rennen beendete er auf Rang sechs.

Das dritte Rennen nahm Schiller vom dritten Startplatz auf, machte beim Start gleich einen Platz gut. Knapp zwei Kilometer später wurde er in der NGK-Schikane von dem zu diesem Zeitpunkt drittplatzierten Mikkel Jensen abgeschossen. "Ich bin meine Linie gefahren, habe ihn sogar Platz gelassen und dann fuhr er mir ins Auto", sagte Schiller und schüttelte den Kopf.

Den ersten und den dritten Lauf gewann Mikkel Jensen, den zweiten Lauf Marvin Dienst. In der Meisterschaft führt Jensen überlegen, Schiller liegt auf Rang sechs.