2. Basketball-Bundesliga: Drachen wollen im „Löwenkäfig“ bestehen

2. Basketball-Bundesliga : Drachen wollen im „Löwenkäfig“ bestehen

Nach einem guten Start ins neue Jahr wartet auf die Rhöndorfer eine schwierige Aufgabe: Das Team von Trainer Matthias Sonnenschein tritt am Samstag beim Tabellenführer PS Karlsruhe Lions an.

Besser hätte der sportliche Start ins Jahr 2017 für die Dragons Rhöndorf in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B kaum laufen können. Nach dem Heimsieg gegen Leipzig entführten die Rheinländer am vergangenen Wochenende die Punkte auch beim 69:67-Sieg bei der BG Karlsruhe.

Nun führt der Weg der Drachen am Samstag erneut in die Karlsruher Friedrich-List-Halle, wobei die Aufgabe diesmal noch schwerer erscheint. Denn die Mannschaft von Trainer Matthias Sonnenschein tritt um 19.30 Uhr bei den PS Karlsruhe Lions an. Die Löwen haben in dieser Spielzeit dem traditionsreichen Stadtrivalen BG Karlsruhe den Rang abgelaufen und sind bislang die Überraschungsmannschaft in der Pro B. In der Saison 2014/15 spielte die Mannschaft von Trainer Aleksandar Scepanovic noch in der 2. Regionalliga, schaffte dann den Durchmarsch durch die 1. Regionalliga und steht nun mit zwölf Siegen nach 15 Spieltagen auch in der Pro B souverän auf Platz eins.

Dennoch machen sich die Rhöndorfer natürlich Hoffnung auf eine Revanche. Im Hinspiel unterlagen die Dragons am Menzenberg mit 73:82. Dort präsentierten sich die Löwen aus Baden-Württemberg in bester Verfassung.

Der Kader der Lions ist stark besetzt. Vor allem Bill Morekambi, Orlando Parker, Jordan Talbert und Ex-Bundesligaspieler Deon McDuf-fie sind wirkungsvoll. Sie haben allesamt schon in höheren Ligen gespielt. Allerdings fällt McDuffie lange aus. Er zog sich im ersten Spiel des neuen Jahres gegen die Giants Nördlingen eine schwere Fußverletzung zu. Am vorigen Wochenende unterlagen die Baden-Württemberger ohne McDuffie bei den Giants Leverkusen deutlich mit 66:87. Das nährt bei Rhöndorf die Hoffnung, dass sie dem Tabellenführer Paroli bieten können.

Die Formkurve der Dragons zeigt jedenfalls nach oben. Daran haben alle Spieler Anteil. Allmählich kommen auch der Kanadier Mike Lucier und der US-Amerikaner Will Trawick besser ins Spiel. Lucier mangelte es in der Hinrunde häufig an Selbstvertrauen. Am vergangenen Wochenende übernahm er in einer hektischen Schlussphase in Karlsruhe Verantwortung und versenkte einen schwierigen Dreipunktewurf. Die Dragons Rhöndorf müssen aber einen Sahnetag erwischen, um im Karlsruher „Löwenkäfig“ bestehen zu können.

Dragons-Trainer Matthias Sonnenschein: „Wir müssen uns auf einen heißen Tanz vor lautstarker Kulisse einstellen. Aber wir müssen uns auch nicht verstecken und werden mit unserer Serie von drei Siegen in Folge mit breiter Brust antreten.“