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Presidents Cup im Telekom Dome: Die Welt-Elite zu Gast im Dome

Presidents Cup im Telekom Dome : Die Welt-Elite zu Gast im Dome

Kampfsport im Telekom Dome? Das ist selten. Doch während sich die Basketballer auf Auswärtsreise in Berlin befinden, trifft sich die Taekwondo-Elite in der Bonner Arena.

6000 begeisterte Zuschauer im Telekom Dome. In der Regel wird hier den Spielern der Telekom Baskets zugejubelt. Nicht so von Donnerstag bis Sonntag. An diesen vier Tagen gehört die volle Aufmerksamkeit der Fans der Elite – den besten Teakwondoka der Welt. Zum Beispiel den beiden Olympiasiegern von London 2012, Servet Tazegül aus der Türkei und Milica Mandic aus Serbien oder dem amtierenden Europameister Aaron Cook. Die Drei werden am ersten Presidents Cup der Geschichte teilnehmen. Einem Turnier mit G2-Status, also mit Punkten für die Weltrangliste. „Dass wir den Zuschlag für das Turnier hier in Bonn bekommen haben, ist etwas ganz Besonderes“, sagt Dimitrios Lautenschläger. Der Trainer des TKD Swisttal organisiert an allen Ecken und Enden. „Ich habe natürlich den Wunsch, dass alles reibungslos läuft.“

Die Europäische Taekwondo Union (ETU) hatte das Turnier im vergangenen Jahr ausgeschrieben. Bei einer Stippvisite in der Bonner Hardtberghalle konnte Lautenschläger die Verantwortlichen der ETU von Bonn und der Durchführung des Presidents Cup überzeugen. Nur eben nicht in der Hardtberghalle, sondern direkt im Telekom Dome.

Damit wirklich alles reibungslos läuft, nimmt Lautenschläger viel auf sich. Denn neben der Durchführung des Turniers baut der Erfolgstrainer ganz nebenbei ein Taekwondo-Spitzensportzentrum in Swisttal auf. „Das ist natürlich schon Stress pur. Aber positiver Stress“, sagt Lautenschläger, der sich für die Organisation zwei Wochen Urlaub genommen hat. Anstatt Sonne und Strand gibt's Schweiß und Dauerstress. Erholung sieht anders aus. Ganz ohne fremde Hilfe geht das natürlich nicht. „In Swisttal helfen alle Eltern mit. Das ist faszinierend“, sagt der Trainer. „Aber auch für den Cup setzt sich der ganze Verein ein.“

Mehr als 1600 Sportler aus über 50 Nationen

Das ist auch nötig. Denn für das Turnier haben rund 1600 Sportler gemeldet. In den Altersklassen Kadetten, Junioren und Senioren gehen die weltbesten Taekwondoka im K.o.-System an den Start. Bereits seit einigen Tagen finden Veranstaltungen im Zusammenhang mit dem Turnier statt. Von Seminaren über traditionelle Formen-Turniere bis hin zu Trainerschulungen. „Eine Mammut-Aufgabe“, wie Lautenschläger sagt. Die auch die ETU ohne fremde Hilfe nicht bewerkstelligen kann. „Die Arbeit mit dem Sport- und Bäderamt hat reibungslos funktioniert. Das war schon klasse“, so Lautenschläger. Doch die rund 1600 Sportler aus mehr als 50 Nationen wollen auch versorgt und untergebracht werden. „Die Tourismus Congress GmbH hat da ganze Arbeit geleistet“, sagt der Trainer. Keine leichte Aufgabe. Schließlich findet am Sonntag mit dem Bonn-Marathon eine weitere Großveranstaltung statt. Auch die Baskets stehen dem TKD hilfreich zur Seite. Sämtliches elektronisches Equipment dürfen die Turnier-Verantwortlichen nutzen.

Mit dabei sind natürlich auch Kämpfer des TKD. Neben der GA-Sportlerin des Monats Februar Celina Proffen werden auch Yanna Schneider und Ranye Drebes an den Start gehen. Für Schneider ist das Turnier ein echtes Heimspiel. Die Studentin der Wirtschaftspsychologie lebt nur wenige Meter von der Halle entfernt.

Tickets gibt es an der Abendkasse am Dome.