Die Haie-Stürmer verzweifeln am überragenden Chabot

Die Haie-Stürmer verzweifeln am überragenden Chabot

Köln verliert vor 15 585 Zuschauern in der Kölnarena mit 1:3 gegen die Nürnberg Ice Tigers - Nur Torjäger McLlwain kann den Gästekeeper überwinden - Am Dienstag zum Jahresabschluss in Mannheim

Köln. Die verschwitzten Männer in ihren gepolsterten Trikots schauten schon fast ein wenig ungläubig drein. Neun Spiele in Folge hatten die Kölner Haie in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zumindest das Penaltyschießen erreicht und so wenigstens einen Punkt mitgenommen.

Am Sonntag riss die durchaus respektable Serie, durch die 1:3 (0:0, 1:1, 0:2)-Heimniederlage gegen die Nürnberg Ice Tigers verlor die Mannschaft von Hans Zach wertvollen Boden im Kampf um die besten Play-off-Plätze.

Der Haie-Trainer nahm die unerwarteten Heimpleite vor 15 585 Zuschauern in der Kölnarena allerdings gelassen: "Kein Vorwurf an die Mannschaft. Sie hat das Spiel über 60 Minuten dominiert und ist immer wieder am überragenden Nürnberger Torhüter Frederic Chabot gescheitert", so Zach.

Dessen Nürnberger Kollege Greg Poss sah es ähnlich. "In den ersten beiden Dritteln hat Köln sehr viele Chancen gehabt. Wir mussten uns bei Chabot bedanken, dass er uns im Spiel gehalten hat."

Zachs lange Zeit feldüberlegenes Team benötigte am Sonntag eine lange Anlaufzeit, um den Abwehrriegel der defensiv orientierten Gäste aus Nürnberg zumindest ein Mal zu knacken.

Als zwei Ice-Tigers-Spieler auf der Strafbank schmorten, war es einmal mehr Stürmerstar Dave McLlwain, der an Nürnbergs Schlussmann Chabot vorbei zum 1:0 traf (31.). Für den 36-jährigen Kanadier war es Saisontor Nummer 19 - kein Angreifer in der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) traf in dieser Saison öfter.

Allerdings schien die Erleichterung bei den Haie-Profis Auswirkung auf das Wahrnehmungsvermögen zu haben. Nur wenige Sekunden später schlossen die Nürnberg Ice Tigers - immer noch in Unterzahl - einen überraschenden Konter zum 1:1 durch Lasse Kopitz ab (31.).

"Der schnelle Ausgleich war vielleicht der Knackpunkt", so Zach. In der Nachbetrachtung dürfte der Haie-Coach seinem Team einiges in Sachen Defensivarbeit zu erzählen haben. Denn auch der zweite Nürnberger Treffer resultierte aus einem Gegenstoß, bei dem sich zwei Haie-Verteidiger plötzlich vier Gästespielern gegenüber sahen.

Die Scheibe kam zum Tschechen Petr Fical, der Kölns Schlussmann Chris Rogles umkurvte und locker einschob (45.). Den endgültigen Kölner K.o. besorgte Fical wenige Sekunden vor Spielende mit einem Treffer ins inzwischen von Rogles verlassene Kölner Tor.

Zum Jahresabschluss müssen die Haie am Dienstag(19.30 Uhr) bei Adler Mannheim antreten.