Die größte Gefahr droht aus dem Rückraum

Die größte Gefahr droht aus dem Rückraum

Oberliga-Handballer der HSG Siebengebirge/Thomasberg empfangen am Samstag die angriffsstarken Weidener

Oberpleis. Im Verfolgerduell erwarten die Oberliga-Handballer der HSG Siebengebirge/Thomasberg als Tabellensechster am Samstag (19.30 Uhr, Schulzentrum Oberpleis) den drittplazierten TV Weiden.

"Wenn wir im Hinblick auf den Klassenerhalt schon jetzt auf Nummer sicher gehen wollen, brauchen wir noch einen Sieg. Voraussetzung ist, dass wir gegen die angriffsstarken Weidener nicht mehr als 22 Tore zulassen", sieht der Mannschaftsverantwortliche Hans-Günter Schmidt auf die HSG-Abwehr Schwerstarbeit zukommen. Weiden besitzt nach Leichlingen den zweitbesten Angriff, dessen Prunkstück der Rückraum ist. Die drei Rückraumspieler Jörg Stettner, Stefan Xhonneux und Ren‚ Dombrowski verfügen über langjährige Regionalligaerfahrung. Stettner wurde als mehrfacher Torschützenkönig der Regionalliga vor Jahren vom TuS Niederpleis nur für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga verpflichtet. HSG-Trainer Stefan Filip wird wohl versuchen, mit einer offensiven 3:2:1-Abwehr die Weidener Rückraumspieler frühzeitig zu stören. Filip muss weiterhin auf Vice Kutlesa verzichten, so dass die Besetzung der Vorwoche auflaufen wird.

Nachdem auch Achim Bernards verbindlich erklärt hat, in der nächsten Saison weiter für die HSG zu spielen, stehen nur noch die Zusagen von Torwart Sascha Salek und Malte Löhr aus. Schmidt hofft, dass sich die beiden Leistungsträger bis zum Wochenende erklären. Dann soll die Suche nach Verstärkungen intensiviert werden. Ganz oben auf der Wunschliste steht ein torgefährlicher Linkshänder für den rechten Rückraum.

Die HSG Dollendorf-Königswinter schwimmt derzeit auf einer Erfolgswelle. Seit drei Spieltagen ist die Mannschaft ungeschlagen. Wäre die Saison jetzt zu Ende, hätte die HSG ihr Ziel, den Klassenerhalt, geschafft. Doch abgerechnet wird erst im März und bis dahin stehen der HSG noch harte Wochen bevor. "Es wäre gut, wenn wir noch mal nachlegen könnten", meint Trainer Klaus Otzipka im Hinblick auf den knappen Abstand zu den Abstiegsplätzen. Die HSG rechnet sich auch beim CVJM Oberwiehl etwas aus. "Wenn wir die Tempogegenstöße unterbinden können, haben wir eine gute Chance", sagt Otzipka, der erstmals nach seiner langen Verletzungspause wieder auf Jürgen Pütz zurückgreifen kann. Fehlen wird allerdings der A-Jugendliche Malte Wittern, der zeitgleich in der Jugendmannschaft spielt.

Die Ausgangssituation vor dem Spiel beim TV Refrath stellt sich für den TuS Niederpleis II ziemlich bescheiden dar. Uwe Scholz befindet sich im Urlaub, Stefan Dahs droht eine Sperre, Stefan Heesen soll nicht festgespielt werden, Jürgen Tibes wird wegen eines anstehenden Auslandsaufenthaltes diese Saison nicht mehr spielen und die Nachwuchsspieler treten zeitgleich mit der A-Jugend an. Trainer Sebastian Turck will trotz dieser ungünstigen personellen Situation im Spiel beim Tabellenvierten versuchen, das aktuelle Leistungstief zu überwinden und neue Sicherheit gewinnen.

In der Landesliga erwartet die HSG Siebengebirge-Thomasberg II den TV Dünnwald (Samstag, 17.30 Uhr, Schulzentrum Oberpleis). Tabellenführer Dünnwald gilt als heißer Anwärter auf den Aufstieg in die Verbandsliga. Allerdings dürfen sich die Gäste keinen Ausrutscher leisten, um ihre Führungsposition nicht zu gefährden. Nach zwei Siegen in Folge braucht sich die HSG-Reserve, die im Kampf gegen den Abstieg noch dringend Punkte braucht, nicht zu verstecken. Seit neun Spielen wartet der HSV Troisdorf auf einen Sieg. Für das personell arg gerupfte Team um Trainer Rainer Dohr wird die Luft am Tabellenende immer dünner. "Bei einem Sieg können wir noch hoffen, bei einer Niederlage und gleichzeitigen Erfolgen der anderen gefährdeten Teams können wir für die neue Saison planen", sagt Dohr. Der HSV muss beim MTVD Köln II antreten und hofft, angesichts der langfristigen Ausfälle von Alexander Horak und Claus Hönig wenigstens das Team der vergangenen Woche aufbieten zu können.

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