Personalplanung zur neuen Saison: Die Baskets sind ein homogenes Team mit einem Athletikbiest

Personalplanung zur neuen Saison : Die Baskets sind ein homogenes Team mit einem Athletikbiest

Die Bonner Bundesliga-Basketballer sehen sich bei den Personalplanungen im Soll. Neuzugang Ra'Shad James soll dem Spiel der Baskets seinen Stempel aufdrücken. Zwei Spieler sollen noch kommen.

Michael Wichterich hat Urlaub. Aber irgendwie auch nicht. Denn der Sportmanager der Telekom Baskets Bonn ist zwischen den Spielzeiten eigentlich immer im Dienst. Schließlich gilt es, bis zum Saisonbeginn in der Basketball-Bundesliga Ende September die Mannschaft von Trainer Predrag Krunic zu komplettieren. „Wir haben noch zwei Positionen zu besetzen“, sagte Wichterich. Zum einen suche man auf der Position vier (Power Forward) noch Spieler, und auch auf dem Flügel habe man noch Bedarf.

Der 45-Jährige gibt sich aber ganz entspannt. Wichterich: „Wir sehen uns bis jetzt sehr ordentlich aufgestellt. Und wenn wir die zwei richtigen Leute erwischen, sind wir sehr gut aufgestellt.“ Auf der Suche werde man sich aber keinem übermäßigen Druck aussetzen. „Letztes Jahr haben wir auch gewartet. Wir wollen nichts erzwingen. Es muss einfach passen. Und die Spieler, die nach Bonn kommen, müssen auch kommen wollen“, so Wichterich.

Umso schöner, wenn man für die Geduld und Akribie ab und zu belohnt wird, obwohl man noch nicht damit rechnet. „Das mit Ra'Shad James“, verrät der Sportmanager, „ist dann doch vergleichsweise schnell gegangen.“ Und der 28-Jährige ist nicht irgendein Spieler, sondern einer, der dem Spiel der Baskets seinen Stempel aufdrücken wird – vielleicht sogar der BBL. Hatte man ohnehin schon den Eindruck, dass den Baskets bei der Kaderzusammenstellung die athletische Komponente besonders wichtig ist, stellt James den Zeiger auf Vollgas. Wichterich schwärmt: „Viel athletischer und schneller als James geht nicht. Das ist ein Athletikbiest.“

Ziel: eine schlagkräftige Mannschaft

Die Baskets haben sich aber nicht in erster Linie zum Ziel gesetzt, „tolle Einzelspieler zu holen, sondern eine schlagkräftige Mannschaft aufzustellen“. Auf dem Weg zu diesem Ziel meinen sie, gut unterwegs zu sein. „Wir haben die Hoffnung, dass wir von der Qualität her über die Positionen hinweg etwas homogener aufgestellt sein werden als in der vergangenen Saison. Wir werden auf jeder Position zwei gute Optionen haben“, erklärte Wichterich. Wer steht in der Starting Five und wer sitzt zunächst auf der Bank? Diese Fragen will er so nicht beantworten. „Ich würde die Mannschaft jetzt noch gar nicht so gerne in Starterrollen zerlegen wollen. Das wird sich ganz von selbst im Laufe der Zeit ergeben und wird, so glaube ich, variieren. Wir werden sehr flexibel agieren können.“

Na ja, mindestens eine Ausnahme gibt es schon: Ra'Shad James. Wichterich: „Er hat richtig Qualität. Einer, der in der Türkei unter den zehn besten Schützen war, der ist in einer Mannschaft wie der unseren erst einmal gesetzt.“ Und man darf davon ausgehen, dass auch Kapitän und Spielmacher Josh Mayo in den meisten Spielen starten und möglicherweise zusammen mit James eines der besten Guard-Duos der BBL bilden wird.

Das Budget im Auge

Was die noch zu besetzenden Positionen angeht, gibt es noch keine Rauchzeichen, die auf bestimmte Kandidaten hindeuten. Wichterich hält sich bedeckt, bestätigt aber, dass auch Tomislav Zubcic nach wie vor eine Option für die Position vier ist. Den Kroaten hatten die Baskets in der vergangenen Saison nachverpflichtet – und damit einen Volltreffer gelandet.

Wichterich machte aber auch klar, dass die Baskets natürlich das Budget im Auge behalten müssten. „Noch haben wir keinen im Kader, der direkt vom College kommt. Aber unsere Mittel sind nicht unbegrenzt“, sagte Wichterich und ließ durchblicken, dass mindestens einer der Zugänge seine ersten Schritte im europäischen Basketball bei den Baskets machen könnte. Da müsse man halt ein größeres Risiko eingehen und darauf hoffen, dass der Rookie charakterlich passe, schnell seine Rolle finde und nicht zu lange brauche, um sich an die europäische Spielweise zu gewöhnen.

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