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Daniel Pietta: Haue halten sich bei Nationalspieler zurück

Nationalspieler vor unklarer Zukunft : Kölner Haie halten sich bei Daniel Pietta zurück

Eishockey-Nationalspieler Daniel Pietta spielt trotz Vertrag bis 2025 keine Rolle mehr bei den Krefeld Pinguinen. Die Zukunft des Torjägers ist somit unklar, nach Köln zieht es den 33-Jährigen aber wohl nicht.

Das völlig überraschende Aus von Daniel Pietta (33) bei den Krefeld Pinguinen hat für Aufruhr in der Deutschen Eishockey Liga (DEL) gesorgt. Seit Bekanntwerden, dass der Torjäger und Publikumsliebling unter der neuen KEV-Führung trotz eines noch bis 2025 gültigen Zehnjahresvertrages keine Rolle mehr spielt, wird um die Zukunft des Nationalspielers kräftig spekuliert.

Nach Informationen dieser Zeitung zählen die Kölner Haie zum Kreise der Clubs, denen der Angreifer von Piettas Berater Stephan Metz angeboten worden ist. Auch die Adler Mannheim und der EHC Red Bull München werden in diesem Zusammenhang genannt. Obwohl der KEC noch nach einem Center sucht und Pietta mit 631 Scorerpunkten in 792 DEL-Spielen herausragende Leistungsdaten vorweisen kann, wiegelt Uwe Krupp ab: „Es gibt sicherlich nicht so viele deutsche Mittelstürmer, die die Qualität eines Daniel Pietta besitzen. Wir beschäftigen uns aber eigentlich nicht mit dieser Personalie, weil wir uns für die Center-Position bereits vorher ein paar Gedanken gemacht haben“, erklärt der KEC-Coach.

Krupps personelle Ideen gehen demnach also in eine andere Richtung. In die Tat umsetzen kann er sie momentan jedoch nicht. Wegen der Coronakrise haben sich die DEL-Clubs darauf verständigt, bis Ende Juni keine weiteren Transfers zu tätigen. „Es ist alles in der Warteschleife“, sagt Krupp, der den Fokus in diesen Tagen auf andere Dinge legt: „Aktuell konzentrieren wir uns auf diejenigen Spieler, die bei uns unter Vertrag stehen. Gemeinsam mit ihnen möchten wir einen Weg finden, um in dieser schwierigen Zeit durch den Sommer zu kommen.“

Unterdessen steht fest, dass die Haie zur Vorbereitung auf die kommende Spielzeit auf ein Trainingslager verzichten werden. „Wir bleiben daheim“, kündigt Krupp an. In den vergangenen beiden Jahren hatten die Kölner einen Teil ihrer Saisonvorbereitung in Südtirol absolviert.