Deutsche Baseballmeisterschaft: Bonn Capitals erreichen erhoffte Siegteilung in Solingen

Deutsche Baseballmeisterschaft : Bonn Capitals erreichen erhoffte Siegteilung in Solingen

Die Bonn Capitals sind mit der erhofften Siegteilung in den ersten beiden Halbfinalspielen aus Solingen zurückgekehrt. Am Wochenende finden die Spiele drei und vier der Halbfinalserie statt.

Der Plan des deutschen Baseballmeisters Bonn Capitals ist aufgegangen – in umgekehrter Reihenfolge. Das Team von Cheftrainer Alex Derhak kehrte mit der erhofften Siegteilung aus Solingen zurück, wo am Samstag und Sonntag die ersten beiden von maximal fünf Partien des Halbfinales um die deutsche Baseballmeisterschaft über die Bühne gingen.

Nach der unerwarteten 3:10-Schlappe im ersten Match zeigten die Capitals 24 Stunden später Moral und gewannen Spiel Nummer zwei nach zähem Ringen mit 2:1. Am kommenden Wochenende finden in Bonn die Spiele drei und vier der Halbfinalserie statt. Steht es dann 2:2, sehen die Fans am Sonntag gleich nach Spiel vier das entscheidende fünfte Aufeinandertreffen. Im zweiten Halbfinale sieht es dagegen nach einem Durchmarsch des letztjährigen Finalisten Heidenheim Heideköpfe aus, die ein wenig überraschend gegen die Mainz Athletics mit 2:0 vorn liegen.

Dass der Halbfinalauftakt in Solingen einen solchen Verlauf nahm, überraschte vor allem die Experten. Das lag zum einen an der Offensive der Bonner, die am Samstag gegen Solingens Pitcherduo Giovanni Tensen und Nils Hartkopf nicht so recht zündete – und zum anderen an den Würfen von Bonns Pitcher Sascha Koch und der Bewertung des Schiedsrichters. Koch konnte werfen, wie er wollte, der Umpire gab nur selten ein Strike. So kassierte Bonns Pitcher alleine sechs Walks. Zudem musste der Nationalspieler seine Strikezone so eng eingrenzen, dass die Solinger Offensive gut darauf schlagen konnte.

Hatte Bonn die 1:0-Führung der Alligators aus dem ersten Inning noch zum 1:1 ausgleichen können, nahm die Niederlage nach dem 4:1 für Solingen durch einen Three-Run-Homerun von Gerwuins Velazco im vierten Inning bereits Gestalt an. Zwar konterte Chris Goebel für die Capitals mit einem Two-Run-Homerun im fünften Inning zum 3:4, aber mehr Punkte sollten der Bonner Offensive in diesem Spiel nicht mehr gelingen.

Die Capitals brachten immer wieder Läufer auf die Bases, aber die entscheidenden Schläge, um diese nach Hause zu holen, gelangen diesmal nicht. Das funktionierte bei den Solingern erheblich besser. Nach dem 5:3 durch den Homerun von Daniel Sanchez übernahm auf dem Bonner Wurfhügel Philipp Racek. Aber auch auf den zweiten Bonner Pitcher stellten sich die Alligators schnell ein. Und so punkteten die Gastgeber fleißig weiter bis zum 10:3-Endstand.

Den Capitals blieb nichts anderes übrig, als die „Jetzt erst Recht“-Mentalität auszupacken – was gegen Solingens Pitcher und Spielertrainer Wayne Ough auch vonnöten ist, denn der gewann die meisten seiner Spiele in dieser Saison. Und die Capitals legten tatsächlich los, als gäbe es kein Morgen mehr. Zunächst allerdings ohne Ertrag. Denn meist landeten die Schläge im Handschuh des Gegners. Nur Daniel Lamb-Hunt schaffte es, per Double auf die zweite Base im zweiten Inning und Eric Brenk nach Fehlern in der Solinger Verteidigung im dritten Inning auf die dritte Base.

Die Alligators wiederum fanden in Bonns Pitcher Zach Dodson zunächst ihren Meister. Gepunktet wurde auf beiden Seiten deshalb erst im vierten Inning. Zunächst schlug Daniel Lamb-Hunt einen Homerun zum 1:0. Wenig später erlief Nick Miceli das 2:0, nachdem er selbst und Eddie Stommel erfolgreiche Schläge gelandet hatten. Solingen antwortete im selben Inning mit einem Run durch Gerwuins Velazco zum 1:2. Dass damit schon das Endergebnis feststand, ahnte zu diesem Zeitpunkt keiner der zahlreichen Bonner Fans, die ihr Team unermüdlich anfeuerten. Beide Mannschaften stellten in der Folge immer wieder Läufer auf die Bases. Aber den Pitchern auf beiden Seiten gelang es immer wieder, den Kopf aus der Schlinge zu ziehen. Für die Capitals hatte im siebten Inning Maurice Wilhelm als Werfer übernommen, bei Solingen im achten Inning Daniel Sanchez. Wilhelm und seine Verteidigung machten es im achten Inning noch einmal spannend, als ein Solinger Läufer bis aufs dritte Base vorrückte. Aber im entscheidenden Moment waren die Defensivkräfte voll auf der Höhe, so dass es beim knappen Bonner Sieg blieb.

Chris Goebel war an beiden Tagen mit insgesamt fünf Hits der beste Bonner Offensivmann. Am kommenden Wochenende stehen also mindestens noch zwei Spiele auf dem Programm. Die dritte Partie der Best-of-Five-Serie beginnt am Samstag um 14 Uhr. Am Sonntag startet die vierte Begegnung um 13 Uhr.

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