Florett-Turnier in der Hardtberghalle: 41. Auflage des "Löwen von Bonn" gestartet

Florett-Turnier in der Hardtberghalle : 41. Auflage des "Löwen von Bonn" gestartet

Mit spannenden Florett-Gefechten ist am Freitag die 41. Auflage des "Löwen von Bonn" in der Bonner Hardtberghalle gestartet. Das dreitägige Herrenflorett-Turnier des ausrichtenden Olympischen Fechtclubs Bonn (OFC) ist eines von nur fünf Weltcupturnieren.

Zum Auftakt des Weltklasse-Fechtwettbewerbs der Herren stand die Qualifikation für das heutige 64er-Tableau im Einzel an. 170 ambitionierte Athleten aus der ganzen Welt kämpften um die verbleibenden 48 von insgesamt 64 Tickets für die Endrunde am Samstag. Da 16 Plätze für die in der Weltrangliste vorn geführten Athleten reserviert sind, genoss auch Peter Joppich (Koblenz) dieses Privileg.

Er rangiert mit 106 Punkten auf Rang 14 der Weltrangliste, man darf gespannt sein, wie er sich heute behaupten kann. Sein Bonner Nationalmannschaftskollege Sebastian Bachmann, der zwar wieder für Tauberbischofsheim gemeldet ist, in Bonn aber bei Bundestrainer Uli Schreck trainiert und in der deutschen Rangliste derzeit auf Platz fünf steht, durchlief die Qualifikationsrunde souverän.

Viel Spannung verspricht neben dem Einzel auch der Teamwettbewerb am Sonntag, bei dem sich die Zuschauer in der Bonner Hardtberghalle auf Herrenflorettfechten der Extraklasse freuen dürfen. Trefferfläche ist beim Florettfechten der Rumpf des gegnerischen Fechters (ohne Arme und Kopf) - und seit Januar 2009 auf internationaler Ebene auch der Maskenlatz unterhalb der schützenden Gesichtsmaske.

Die Trefferanzeige erfolgt elektronisch. Jeder Treffer, auch ein ungültiger, unterbricht das Gefecht. Werden beide Fechter zeitgleich getroffen (gültig oder ungültig), entscheidet das Angriffsrecht, ob oder wer den Treffer angerechnet bekommt. Bei einem Doppeltreffer erhält der Fechter den Punkt, der das Angriffsrecht hat. Das Angriffsrecht hat derjenige, der zuerst angreift. Er behält diese Priorität allerdings nur so lange, bis sein Angriff durch eine Parade beendet ist.

In Bonn wird nach den internationalen Regeln gefochten. Ein Gefecht auf der Planche - 14 Meter lang und 1,5 Meter breit - wird in drei Runden à drei Minuten ausgetragen. Zwischen den Runden gibt es jeweils eine Minute Pause. Gewinner ist derjenige, der zuerst 15 Treffer erzielt hat. Werden keine 15 Treffer erreicht, gewinnt der Fechter mit der höheren Trefferzahl. Bei Gleichstand gibt es eine einminütige Verlängerung, in der der nächste Treffer entscheidet.

Sieben Deutsche weiter

Sieben Deutsche sind für das heutige 64er-Tableau im Einzel qualifiziert: Marius Braun, Frederic Fark und Moritz Kröplin (alle OFC Bonn) sowie Sebastian Bachmann, Niklas Uftring und Markus Hartmann (alle Tauberbischhofsheim). Hinzu kommt Peter Joppich, Einzelweltmeister von 2010, der für den Finaltag im Einzel gesetzt ist.