Judo-Bundesliga: 1. Godesberger Judoclub verliert sein Bundesliga-Debüt

Judo-Bundesliga : 1. Godesberger Judoclub verliert sein Bundesliga-Debüt

Der Aufsteiger 1. Godesberger JC startete euphorisch in die Saison 2018 der Ersten Judo Bundesliga, unterlag dort aber den Judoka des KSC Asahi Spremberg aus dem brandenburgischen Landkreis Spree-Neiße. Die Truppe von Cheftrainer Florin Petrehele verlor am in der Sporthalle Pennenfeld vor 200 Zuschauern mit 3:11.

Natürlich wäre die junge Bonner Mannschaft gerne mit einem Heimsieg in die Bundesliga-Premiere gestartet. Doch die Gäste-Judoka des KSC Asahi Spremberg spielten clever ihre Routine aus und bestraften jede Unachtsamkeit gnadenlos mit blitzschnellen Aktionen. Mehrmals schienen sich die Kontrahenten ebenbürtig, doch dann wurden die GJC-Kämpfer mit hoher Schnellkraft ausgehebelt. Zwei Bonner Judoka verloren in der allerletzten Sekunde ihres Duells, für Lars Krautscheid (-81 kg) war schon nach sechs Sekunden der Kampf vorüber, weil ihn sein Gegner sofort am Arm zu packen bekam und Krautscheid mit einem Hüftfeger (Harai-Goshi) auf die Matte bugsierte. „Heute hat Erfahrung gegen Jugend gewonnen. Viele Spremberger waren älter und routinierter. Auf diesem Niveau wird jede Lücke gesehen und jede Unachtsamkeit ausgenutzt“, resümierte GJC-Coach Florin Petrehele. Dennoch sei man gutes Mutes und freue sich auf die Saison.

Beim Erstliga-Debüt fehlten Bonns Bundes-C-Kaderathleten Falk Petersilka und Alexander Gabler – beide weilten bei Lehrgängen des Deutschen Judo Bundes. Im Duell bis 100 Kilogramm wollte sich GJC-Kämpfer Johannes von Einsiedeln gegen Mariusz Krueger durchsetzen. Beide lauerten auf eine Schwäche des Gegners. Erst in der allerletzten Sekunde der vierminütigen Kampfzeit brachte Krueger seinen Gegner mit einer Beinsichel aus dem Gleichgewicht. Er bugsierte von Einsiedeln auf die Matte – 1:0 für die Gäste. Der holländische Gästekämpfer Harry Hsia glich zum 1:1 aus, als er 60 Sekunden vor dem Ende Maximilian Zimmermann mit einem blitzschnellen Ashi-Uchi-Mata (Innerer Bein Schenkelwurf) zu Fall brachte und wenige Augenblicke später seine zwei Waza-Ari-Wertung einfuhr.

Spannend war das Duell zwischen Devin Waldenburg und Lucas Gerlach. Nach vier Minuten hatte keiner der beiden eine Wertung erzielt, so dass die Begegnung im Golden Score entschieden werden musste. Hier hatte Waldenburg Pech, als sein Gegner ihn nach 41 Sekunden zu packen bekam und mit einem Eri-Seoi-Nage (Kragenschulterwurf) besiegte. Die Gäste agierten abgebrühter. Ebenfalls in der allerletzten Sekunde verlor Mircea Croitoru (+ 100kg) sein Duell. Lokalmatador Majed Baiazid sorgte zwar in der Gewichtsklasse bis 90 Kilogramm mit seinem Ipponsieg durch einen spektakulären Schulter-Seitwurf (Seoi-Otoshi) für das vielumjubelte 2:3.

Doch als Lars Krautscheid (-81 kg) nach nur sechs Sekunden auf der Matte aufschlug und auch Haadi Maloko in der Gewichtsklasse bis 73kg per Ippon-Niederlage nach 56 Sekunden unterlag, stand es zur Halbzeit bereits 5:2 für die Gäste. Petrehele: „In der Pause dachte ich noch, dass wir das Ding drehen können, weil es bis dahin doch recht eng zuging. Aber dann hat Spremberg schnell das Duell entschieden.“ Den dritten Punkt für die Bonner holte im zweiten Kampfabschnitt Peer Radtke in der Gewichtsklasse bis 60 Kilogramm.

Der Kampfabend, GJC-Judoka zuerst genannt. Abschnitt 1: -100 kg: Johannes von Einsiedel – Krueger 0:1; -60 kg Harry Jian Hang Hsia – Zimmermann 1:0; -66 kg Devin Ajanu Waldenburg – Gerlach 0:1; +100 kg Mircea-Alexandru Croitoru – Domanski 0:1; -90 kg Majed Baiazid – Tempel 1:0; -81 kg Lars Krautscheid – Karsch 0:1; -73 kg Haadi Maloko – Ilts 0:1. Abschnitt 2: -100 kg: von Einsiedel – Krueger 0:1; -60 kg Radtke – Zimmermann 1:0; -66 kg Riehl – Daue 0:1; +100 kg Croitoru – Domanski 0:1; -90 kg Baiazid – Patzenhauer 0:1; -81 kg Götz – Karsch 0:1; -73 kg Hsia – Lenk 0:1