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1. BC Beuel steht vor schwerstem Spiel des Jahres

Gegen Meister Bischmisheim : 1. BC Beuel steht vor schwerstem Spiel des Jahres

Mit Max Weißkirchen, dafür aber ohne Lukas Resch ist Badminton-Bundesligist 1. BC Beuel am Sonntag beim Tabellenführer 1. BC Bischmisheim zu Gast. Das Team hofft beim klaren Favoriten auf einen Punktgewinn.

Viele Vereinsmitglieder des 1. BC Beuel werden am Sonntag Frohsinn verbreiten. Traditionell beteiligt sich der Badmintonclub mit einer Gruppe am Liküra-Karnevalszug und zieht durch die Straßen in Limperich, Küdinghoven und Ramersdorf. Das Motto des Vereins in diesem Jahr: „Mer künne net nur trainiere, mer künne och jood fiere.“

Bezogen auf die Bundesliga-Mannschaft ist der zweite Teil des Mottos aktuell allerdings etwas unpassend. Denn zu feiern gab es bei den Beuelern zuletzt nichts. Mit den beiden 2:5-Niederlagen vor zwei Wochen beim Schlusslicht TSV Neuhausen-Nymphenburg und beim Vorletzten TSV Freystadt hat das Team einen schweren Rückschlag im Kampf um die Playoff-Qualifikation erlitten. Momentan beträgt der Rückstand auf den von Union Lüdinghausen besetzten sechsten Rang, der zur Teilnahme an der Endrunde berechtigt, drei Zähler.

Dass sich das Lüdinghausener Punktepolster an diesem Wochenende verringert, ist unwahrscheinlich. Denn für die Beueler steht am drittletzten Hauptrunden-Spieltag die wohl schwerste Partie des Jahres an: Am Sonntag (15 Uhr) ist das Team zu Gast beim amtierenden deutschen Meister und souveränen Tabellenführer 1. BC Bischmisheim. Dementsprechend fahren die Rechtsrheinischen ohne die ganz große Zuversicht ins Saarland. „Wir haben in dieser Partie keinen hohen Erwartungsdruck“, sagt Beuels 1. Vorsitzender Roland Maywald. „Wir werden uns gegen Bischmisheim bestmöglich zur Wehr setzen und hoffen auf einen Punktgewinn. Das wird aber sehr schwer.“

Positive Neuigkeiten kann Maywald bei der personellen Besetzung verkünden. Neben dem zuletzt verletzten Max Weißkirchen ist auch Doppel-Spezialist Peter Briggs wieder dabei. Dafür steht Lukas Resch aus privaten Gründen nicht zur Verfügung. An seiner Stelle soll der Inder Srayas Padmanabhan Vasudevan, der in der zweiten Mannschaft in der 2. Bundesliga überzeugt hat, sein erstes Bundesligaspiel im zweiten Herreneinzel bestreiten. „In voller Mannschaftsstärke werden wir hoffentlich beim abschließenden Doppelspieltag antreten können“, sagt Maywald.

Dem Beueler Vorsitzenden blieb zuletzt nichts anderes übrig, als die personellen Engpässe zu akzeptieren – auch wenn das schwer fällt, wie er zugibt: „Es ist fürchterlich nervig, wenn man Spiele auch wegen der Liste der nicht zur Verfügung stehenden Spieler verliert. Aber wir müssen damit klarkommen, Lamentieren bringt ja nichts.“ Auch wenn die Stimmung bei den Gelb-Schwarzen wenig überraschend schon besser war, stellt Maywald keinen übermäßigen Frust im Team fest. „Alle wissen, dass die sportliche Situation kein Planungsfehler ist. Dieses Pech kann jeden mal treffen“, berichtet Maywald.

Immerhin: Mit dem Abstiegskampf wird Beuel nichts zu tun haben. Da Freystadt vor Kurzem seinen Rückzug aus der Bundesliga nach der laufenden Saison angekündigt hat, stehen die Bayern als erster Absteiger fest. Zudem beträgt der Vorsprung auf Neuhausen-Nymphenburg acht Zähler – bei drei verbleibenden Spieltagen ein mehr als komfortables Polster.

Nun setzen Weißkirchen und Co. darauf, dass sich die Playoff-Konkurrenz noch einen Ausrutscher erlaubt. Allerdings ist das Beueler Restprogramm zumindest auf dem Papier schwerer: Während Lüdinghausen noch gegen Trittau (aktuell Fünfter), Neuhausen-Nymphenburg und Freystadt spielt, bekommen es die Rechtsrheinischen neben Bischmisheim noch mit Wipperfeld (Vierter) und ebenfalls Trittau zu tun. Dennoch: Die Hoffnung, dass es nach der Hauptrunde doch noch etwas zu feiern gibt, lebt weiter.