Eishockey

Kölner Haie sorgen sich um Steve Pinizzotto

Sebastian Uvira und Steve Pinizzotto von den Haien. (Archiv)

Sebastian Uvira und Steve Pinizzotto von den Haien. (Archiv)

Köln. Die Kölner Haie müssen im Kampf um ihr ausgelobtes Maximalziel, Platz sechs der Deutschen Eishockey-Liga (DEL), Auswärtsspiele in Schwenningen und Ingolstadt bestreiten. Personell läuft die Vorbereitung alles andere als optimal.

Das Winter Game ist Geschichte. Das Freiluft-Spektakel der Deutschen Eishockey Liga (DEL) hat den Kölner Haien neben der Vereins-Rekordkulisse von 47.011 Zuschauern im Rheinenergiestadion und den entsprechenden Einnahmen viel Lob für Organisation und Ausrichtung beschert. Ein Punkt sprang beim 2:3 nach Verlängerung im Derby gegen die Düsseldorfer EG auch noch heraus. Mehr als es nach einer zwei Drittel lang dürftigen spielerischen Leistung zu erwarten war, aber auch weniger als sich alle Kölner gewünscht hatten.

Das Ergebnis brachte neben der Enttäuschung dann auch den Fakt mit sich, dass das Team von Trainer Peter Draisaitl vor dem letzten Viertel der Hauptrunde und der Rückkehr in den normalen Liga-Alltag auf Rang sechs des DEL-Rankings hinter die punktgleichen Teams aus Bremerhaven und Augsburg zurückgefallen ist. Jener Platz sechs, der am Ende der Hauptrunde die direkte Qualifikation für das Playoff-Viertelfinale bedeutet und erklärtes Minimalziel der Haie ist. Maximal soll es für den KEC unter die ersten Vier gehen. Ein Ziel, für dessen Erreichen die Kölner am Freitag in Schwenningen und am Sonntag beim ERC Ingolstadt auf fremdem Eis zu arbeiten haben.

Enges Rennen zwischen Rängen drei und acht

Beim Blick auf die aktuelle Tabelle und das enge Rennen zwischen den Rängen drei und acht lobt Peter Draisaitl keinen Schönheitspreis für die letzten 13 Spiele aus: „Wir können alle lesen. Es geht in dieser Phase der Saison erst einmal nur darum, einen Weg zu finden, um ein Eishockeyspiel zu gewinnen.“ Beim Vorletzten in Schwenningen erwartet die Kölner eine Wundertüte. „Nach dem Trainerwechsel haben die Wild Wings immer mal wieder einen rausgehauen“, lässt sich Draisaitl nicht von der Platzierung der Schwarzwälder „blenden“ lassen. Und am Sonntag in Ingolstadt messen sich die Haie mit ihrem direkten Verfolger, bei dem sie im ersten Duell beim 0:6 die höchste Saisonniederlage kassierten.

Ausgerechnet vor diesen beiden Spielen hatte nun der neue Bundestrainer Toni Söderholm seine erste Maßnahme angesetzt. Mit Fabio Pfohl, Torwart Hannibal Weitzmann, Lucas Dumont und den Tiffels-Brüdern Dominik und Frederik weilten gleich fünf KEC-Spieler von Montag bis Mittwoch bei der U24/25-Maßnahme des Top-Teams Peking in Dingolfing. „Wir haben das Beste draus gemacht und sind im Training mit der Gruppe mal aus der täglichen Routine ausgebrochen“, berichtete Draisaitl. Eine optimale Vorbereitung sieht aber sicher anders aus, zumal der Haie-Coach mit Ben Hanowski, Marcel Müller, Pascal Zerressen und Steve Pinizzotto weiter vier Ausfälle zu beklagen hat. Immerhin steht Mittelstürmer Mike Zalewski nach seiner Handverletzung vor einem Comeback.

Große Sorgen bereitet den Haien aktuell vor allem der Zustand von Pinizzotto. Der als Führungsspieler aus München geholte Kanadier hatte sich am 14. November 2018 einer Operation am Meniskus unterzogen. Der KEC ging von vier bis sechs Wochen Ausfallzeit aus. Mittlerweile fehlt der 34-jährige Stürmer aber schon mehr als zwei Monate. Nach der OP ist in der Reha das Knie unter Belastung immer dick geworden. Pinizzotto klagt über Schmerzen und konnte bislang noch nicht wieder auf das Eis zurückkehren. „Steve hat jetzt noch einmal eine neue Spitzenbehandlung. Anfang nächster Woche setzen wir uns mit der medizinischen Abteilung zusammen, um zu besprechen wie es weiter geht“, erklärte Haie-Manager Mark Mahon. Peter Draisaitl verbreitet weniger Zuversicht: „Es sieht schlecht aus. Er kann nicht spielen.“