2. Basketball-Bundesliga Pro B

Dragons-Trainer Adelt fordert deutliche Steigerung

Alles oder nichts heißt es für Kwan Waller und die Dragons Rhöndorf im Heimspiel gegen Würzburg.

Alles oder nichts heißt es für Kwan Waller und die Dragons Rhöndorf im Heimspiel gegen Würzburg.

BAD HONNEF. Die Rhöndorfer Drachen empfangen den Tabellennachbarn Würzburg und wollen sich eine besser Ausgangsposition für die Playdowns verschaffen.

Der Glaube kann Berge versetzen – so lautet eine Redensart, die sich häufig auch und gerade im Sport widerspiegelt: Wenn eine Mannschaft an sich glaubt und sich jeder für den anderen bedingungslos einsetzt, können plötzlich Leistungen abgerufen werden, die keiner mehr für möglich hält. Genau diesen sportlichen „Glaubens-Ansatz“ brauchen die Dragons Rhöndorf in der 2. Basketball-Bundesliga Pro B, wenn am Samstagabend um 19.30 Uhr am Menzenberg das Duell gegen den schon mit sieben Punkten besser ausgestatteten Tabellennachbarn TG s.Oliver Würzburg ansteht. Es ist das letzte Saisonspiel der regulären Spielrunde vor den Playdowns, der Abstiegsrelegation der Pro B.

Bereits vor dem letzten Spieltag stehen die Teilnehmer an den Playdowns endgültig fest. Neben Köln, Würzburg und den Dragons muss der BBC Coburg als viertes Team in die Abstiegsrunde der Süd-Staffel. Alle vier Mannschaften nehmen dabei ihre Bilanz und Punkte aus der regulären Saison mit und treffen in einer Hin- und Rückrunde jeweils einmal zu Hause und einmal auswärts aufeinander. Am Ende der sechs Spieltage dauernden Playdowns steigen die beiden Tabellenletzten der Gruppe in die 1. Regionalliga ab.

Für Rhöndorf ist damit die Mission deutlich umrissen: Die Drachen müssen ohne Wenn und Aber alle drei Duelle gegen Würzburg gewinnen, noch weitere Siege einfahren und darauf hoffen, dass die Franken weitere Federn lassen. Dafür müssen sich die Rheinländer aber mächtig steigern, die in der vergangenen Woche gegen Ulm in der zweiten Halbzeit eine enttäuschende Leistung ablieferten. Würzburg verlor zwar die letzten beiden Spiele gegen Leverkusen und München teils deutlich, doch die Erfolge gegen Frankfurt und in Elchingen zuvor sind im Kampf um den Klassenerhalt gewichtige Argumente und sorgen momentan für ein bereits beruhigendes Polster auf die Verfolger aus Rhöndorf und Köln.

„Wir mussten das Spiel gegen Ulm schonungslos analysieren, um den Jungs klarzumachen, worum es geht“, erklärt Dragons-Coach Thomas Adelt. „Du kannst ein Spiel gegen einen guten Gegner verlieren, aber du musst hinterher in den Spiegel schauen können und wissen, dass du wirklich alles gegeben hast. Genau dies war zuletzt jedoch nicht der Fall. Wir sind es uns und unseren Fans schuldig, dass wir uns als Team auf dem Feld zerreißen und jeden Extra-Schritt machen, der nötig ist.“

Im Endeffekt, so Adelt, sei es für ihn gar nicht wichtig, wer am Wochenende der Gegner sei. Der Auftritt von der Körpersprache über die Defense bis zu Entscheidungen in der Offense sei jetzt vielmehr das entscheidende Kriterium.

Für die Anhänger der Dragons gibt es beim Duell gegen Würzburg ein Wiedersehen mit drei ehemaligen Rhöndorfern. Gästetrainer Eric Detlev, der sehr erfolgreiche Jahre bei den Drachen hatte, kehrt ebenso an den Menzenberg zurück wie Tim Eisenberger und Justin Smith. Ein Livestream zur Begegnung wird ab 19.30 Uhr auf Sportdeutschland.TV angeboten.