Baseball-Bundesliga

Bonn Capitals erreichen Zwischenziel

Einer der Bonner Sieggaranten im ersten Spiel in Solingen: Kevin van Meensel.

Centerfielder Kevin van Meensel erwischte einen Sahnetag. Insgesamt gelangen ihm drei Hits. (Archiv)

Bonn. Der amtierende deutsche Baseballmeister hat sein erstes Zwischenziel auf dem Weg zur Titelverteidigung erreicht. Bei den Buchbinder Legionären in Regensburg erreichten die Capitals mit dem 6:4-Erfolg und der 6:7-Niederlage im Viertelfinal-Playoff die erhoffte Siegteilung, verspielten allerdings im zweiten Spiel eine 6:1-Führung und damit eine mögliche Vorentscheidung in der Runde der letzten acht.

Am nächsten Wochenende kommt es damit in der heimischen Rheinaue mindestens zu zwei weiteren Spielen. In das erste Duell der Serie gegen Regensburg starteten die Capitals furios. Nach dem 1:0 durch Lennart Weller im zweiten Inning nach Hits von Kevin van Meensel und Danny Lankhorst legten die Gäste im vierten Inning nach: Van Meensel nutzte die Gunst der Stunde mit Maurice Wilhelm und Nick Miceli auf den Bases und hämmerte den Ball über den Zaun zu einem Three-Run-Homerun, der zum umjubelten 4:0 führte. Kurz danach erhöhte Wilson Lee ebenfalls per Homerun auf 5:0. Die Partie schien entschieden. Vor allem Centerfielder Kevin van Meensel erwischte einen Sahnetag. Insgesamt gelangen ihm drei Hits.

Währenddessen zeigte Sascha Koch, dass er nach seiner Verletzungspause wieder zurück zu alter Stärke gefunden hat. Mit zehn Strikeouts ließ der Nationalspieler in sechs Innings so gut wie gar nichts zu. Die Legionäre kamen gerade einmal auf zwei Hits. Allerdings sammelte Koch 125 Würfe, so dass die Kräfte des lange verletzten Pitchers für das siebte Inning nicht mehr reichten. Die Folge: Koch kassierte vier Hits und vier Runs. Regensburg verkürzte damit auf 4:5. Die Capitals ließen sich dennoch nicht aus der Ruhe bringen. Erneut war es Lennart Weller, der den sechsten Punkt für die Gäste nach Hause brachte. Auf dem Mound warf schließlich Maurice Wilhelm für den erschöpften Koch die entscheidenden Outs zum 6:4-Sieg. Überschattet wurde die Partie von der erneuten Verletzung von Max Schmitz. Nach wenigen Würfen im siebten Innning musste der Bonner Pitcher mit einer Verletzung an der Schulter gleich wieder runter. Eine genaue Diagnose steht noch aus.

Auch im zweiten Spiel lief für die Capitals zunächst alles nach Plan. Bereits im ersten Inning führten drei Runs zu einer beruhigenden 3:0-Führung. Und wieder gelang den Gästen dabei ein Homerun. Für das 1:0 hatte Wilson Lee nach einem Double von Daniel Lamb-Hunt gesorgt, der damit auf der zweiten Base stand. Anschließend ließ sich Maurice Wilhelm nicht zweimal bitten und feuerte einen hohen Ball über den Zaun zum 3:0. Während der nächsten Innings passierte nicht viel. Bonns amerikanischer Pitcher Zach Dodson hielt die Regensburger Offensive gut in Schach. Zehn Strikeouts standen zu Buche. Und die Bonner Offensive legte nach: Eddie Stommel und Wilson Lee erhöhten im fünften Inning auf 5:0 für die Capitals. Es roch nach einem Doppelsieg.

Zwar brachten auch die Legionäre einen Run aufs Scoreboard. Aber das machte Stommel mit seinem zweiten Run zum 6:1 gleich wieder wett. Wie schon bei Koch im ersten Duell verließen nun auch Dodson im siebten Inning die Kräfte. Headcoach Alex Derhak beließ den Amerikaner zunächst auf dem Mound. Die Regensburger nutzten die Bonner Schwäche in der Defensive gleich zu fünf Runs. Auch der mittlerweile eingewechselte Wilhelm konnte das drohende Unheil nicht verhindern. Beim Stand von 6:6 deutete schon vieles auf eine Verlängerung hin. Doch ein Fehler in der Bonner Feldverteidigung ermöglichte den Legionären im achten Inning den siebten Punkt. Die Chance auf eine Vorentscheidung im Viertelfinale war damit vergeben.

Am Samstag um 14 Uhr und am Sonntag um 13 Uhr folgen nun in der Playoff-Serie gegen Regensburg die Spiele drei und vier. Ein entscheidendes fünftes Match würde dann am Sonntag im Anschluss stattfinden. Aber das wollen sich die Capitals ersparen.