Niederlage in der Lanxess-Arena: Wieder kein Heimsieg für die Kölner Haie

Niederlage in der Lanxess-Arena : Wieder kein Heimsieg für die Kölner Haie

Die Kölner Haie haben in der Lanxess-Arena mit 1:2 gegen den ERC Ingolstadt verloren. Die Mannschaft hatte keine Ideen im Angriff und eine löchrige Defensive.

Zu viele technische Fehler, keine zündenden Ideen im Angriff und eine löchrige Defensive. Auch im zweiten Heimspiel schafften die Kölner Haie – vor dem Freitagsspiel immerhin Dritter der Deutschen Eishockey Liga – nicht den ersehnten, ersten Heimsieg. Gegen den ERC Ingolstadt gab es für die Mannschaft von Peter Draisaitl in der Lanxess-Arena eine bittere 1:2 (0:0, 0:2, 1:0)-Niederlage. Wieder hatten den Domstädtern vor heimischem Publikum die Nerven versagt. Da half auch der erste Saisontreffer von Jason Akeson in der 45. Spielminute nichts. Die Aktion in der Tobias Viklund Michael Zalewski freispielte, der zu Akeson querlegte, war einer der wenigen Lichtblicke.

Am erfolgreichen Fernschuss des 28-jährigen, kanadischen Neuzugangs hätten sich vor allem Felix Schütz und Fabio Pfohl bei besten Gelegenheiten im ersten und zweiten Drittel ein Beispiel nehmen sollen. „Wir müssen endlich anfangen über 60 Minuten konstant gutes Eishockey zu spielen“, schimpfte Trainer Peter Draisaitl nach der zweiten Heimpleite. Der Start ins Spiel verlief erwartungsgemäß. Mit den Erinnerungen vom Eröffnungsspiel gegen die Panter im Kopf, konzentrierten sich die Kölner vor allem auf die Defensive. „Wir hatten viel Über- und Unterzahl, da ist es schwer reinzukommen“, meinte der glücklose Stürmer Felix Schütz nach den torlosen, ersten 20 Minuten.

Die Haie handelten sich wegen übertriebener Härte gleich vier Zwei-Minuten-Strafen ein und mussten den Gästen aus Bayern das Eis überlassen. Vor allem Ingolstadts Top-Scorer Michael Collins sorgte immer wieder für Gefahr. Bei ihren eigenen beiden Powerplays ließen die Hausherren vor 8.006 Zuschauern die letzte Entschlossenheit und Überraschungsmomente vermissen. Dafür war in den ersten beiden Partien Fabio Pfohl zuständig. Der Mann mit dem knallroten DEL-Topscorer-Helm bereitete die beste Kölner Chance in der zwölften Minute stark vor. Schütz brachte bei seinem Querpass aber den Stock nicht in die richtige Position. Die positive Nachricht für Coach Draisaitl war also der Fakt, dass seine Mannschaft nach dem 0:3 gegen Augsburg im ersten Drittel defensiv gut gestanden hatte.

Keine Strafzeiten im Schluss-Drittel

Exemplarisch konnte die Szene in der letzten Minute gelten, als sich Moritz Müller in zweifacher Unterzahl in einen gefährlichen Schuss warf. Gleich nach Wiederbeginn konnte der KEC-Kapitän nur zuschauen, wie Tyler Kelleher Ingolstadts Überzahl mit einem 40-Meter-Lauf über rechts und einem trockenen Abschluss ins kurze Eck nutzte – 0:1 (21.). Dass Pascal Zerressen vor dieser Szene einen Schlag von Ville Koistinen abbekommen hatte, tat wenig zur Sache und entschuldigte vor allem nicht die vogelwilde Abwehrarbeit des Heimteams im weiteren Verlauf des zweiten Drittels.

Nach einem verlorenen Bully kam Maurice Edwards an den Puck, passte scharf in die Mitte und hatte Glück, dass das Spielgerät von Zerressens Fuß ins eigene Tor rutschte. Wie schon beim ersten Gegentor saß Colby Genoway auf der Strafbank. Im Schluss-Drittel leisteten sich die Haie zwar keine Strafzeiten mehr, konnten den Gegner aber auch im Fünf-gegen-Fünf oder in Überzahl nicht aus dem Gleichgewicht bringen. Am Sonntag sollen dann gegen die Grizzlies aus Wolfsburg aller guten Heimspiel-Dinge drei sein.

Köln: Wesslau; Müller, Ellis; Viklund, Tiffels; Zerressen, Potter; Madaisky; Pinizzotto, Genoway, Akeson; Hanowski, Pfohl, Schütz; Uvira, Zalewski, Jones; Dumont, Hospelt, Oblinger.

SR: Melia/Rantala.

Zuschauer: 8.006.

Tore: 0:1 Kelleher (20:55/PP1), 0:2 Edwards (34:08/PP1), 1:2 Akeson (44:10/Viklund, Zalewski). Strafminuten: Köln 12; Ingolstadt 8.

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